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Entwicklung einer Evaluationsroutine zur Prüfung der Nachhaltigkeit von Vorhaben im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen

Im Rahmen des vorliegenden Untersuchungskontextes, der Entwicklung einer Evaluationsroutine für Maßnahmen zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen, wurden drei wissenschaftliche Evaluationsstudien auf der Grundlage des BIOS-Modells durchgeführt. Gegenstand der Evaluationsstudien waren die "bundesweit vernetzten Kooperationsprojekte CCall und Ver-T-iCall" bzw. konkret der "Stand der Umsetzung ausgewählter Aktivitäten der bisherigen Projekte".

Eine umfassende Evaluation der nachhaltigen Wirksamkeit der beiden Projekte CCall und Ver-T-iCall war jedoch nicht möglich, da auf keine systematische und überprüfbare Umsetzung und Implementierung der Ergebnisse dieser Projekte zurückgegriffen werden konnte. Als Erprobungsfeld zur Entwicklung einer Evaluationsroutine wurden drei Call-Center ausgewählt, die jeweils wichtige Elemente der Praxishilfen aus CCall und Ver-T-iCall umgesetzt hatten. Es sollte eine umfassende Analyse und Bewertung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen im Sinne der Ziele des Modellprogramms erfolgen.

Für jedes der drei teilnehmenden Call Center wurde eine funktionsspezifische Anforderungsanalyse durchgeführt, um sowohl allgemeingültige Anforderungen als auch organisationsspezifische Kompetenzen und Tätigkeiten im Hinblick auf die Wirksamkeit von Maßnahmen der Gesundheitsförderung zu untersuchen.

Die Durchführung der drei Studien orientierte sich am Adressatenkreis der Evaluationsergebnisse und richtete sich in zwei Studien an die Führungskräfte der betrachteten Organisationseinheit und in einer Studie an den Personalleiter. Das für die Evaluation entwickelte Strukturmodell orientiere sich an einem salutogenetischen Gesundheitsverständnis und richtete sich an der wirtschaftlichen Zielsetzung von Organisationen bzw. Organisationseinheiten aus.

Insgesamt erwies sich das BIOS-Modell in allen drei Studien und in allen Phasen der Evaluation als hilfreich. Die Erkenntnisse in den Studien und die Rückkopplung der Adressaten bestärken die Praxistauglichkeit und Nützlichkeit des Modells.

Mit Hilfe der Erkenntnisse aus den drei empirischen Arbeiten wurde parallel eine Handlungshilfe für die Evaluation von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung entwickelt. Die auf dem in diesem Bericht vorgestellten Rahmenmodell basierende Handlungshilfe gibt Hinweise zur Umsetzung für alle Ebenen des Strukturmodells, beschreibt eine Auswahl an erprobten Evaluationsinstrumenten im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung, beinhaltet ein FAQ zur Evaluation und enthält weiterführende Literaturhinweise. Die Handlungshilfe ist voraussichtlich Anfang 2008 beim Auftraggeber der Studie, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, erhältlich.

Bibliografische Angaben

St. Pennig, J. Vogt:
Entwicklung einer Evaluationsroutine zur Prüfung der Nachhaltigkeit von Vorhaben im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen. 
1. Auflage. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2007. Seiten 134, PDF-Datei

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