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Bildschirmarbeit in Kliniken und Praxen

Aufgrund des technischen Fortschritts sind mittlerweile viele Steuerungseinheiten von Maschinen zu Bildschirmarbeitsplätzen entwickelt worden, an denen mehr Daten und diese umfassender verarbeitet werden können. Dies gilt auch für Bildschirmarbeitsplätze an medizinischen Großgeräten wie CTComputertomograph, MRT etc., an denen Patientendaten, auch Bilddaten, in digitaler Form bearbeitet werden können.

In einer empirischen Erhebung wurden die Arbeitsbedingungen an ca. 130 Bildschirmarbeitsplätzen an medizinischen Großgeräten vorwiegend in den radiologischen bzw. nuklearmedizinischen Abteilungen in vierzehn Krankenhäusern untersucht, und zwar sowohl hinsichtlich der Belastungen durch Umgebungsbedingungen (Akustik, Beleuchtung, Klima), Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsorganisation und Arbeitstätigkeiten als auch der individuell erlebten Beanspruchung. Dabei zeigte sich, dass kaum ein Arbeitsplatz den Anforderungen der Bildschirmarbeitsverordnung genügt. In der Regel ist der Geräuschpegel an den Arbeitsplätzen zu hoch, die Beleuchtung ist der Wahrnehmungsaufgabe nicht angemessen, die Luftfeuchtigkeit ist zu gering, die Gestaltung der Arbeitsplätze weist erhebliche Mängel auf, die Hardware ist häufig ungenügend, sodass es zu Problemen bei der Bedienung der Rechner kommt, die Arbeitsorganisation wird häufig als belastend erlebt, weil beispielsweise Termine nicht eingehalten werden, der Transport von Patienten oder deren Akten häufig nicht gewährleistet ist. Beeinträchtigungen des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, die langfristig zu gesundheitlichen Schäden führen könnten, sind aufgrund der ungünstigen Arbeitsbedingungen zu erwarten.

Bibliografische Angaben

Ch. A. Sust, D. Lorenz, A. Windel:
Bildschirmarbeit in Kliniken und Praxen. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2008. 
ISBN: 978-3-88261-067-3, Seiten 217, Projektnummer: F 1801, Papier, PDF-Datei

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