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Biomonitoring in Ausatemluft am Beispiel Tetrachlorethen-Exponierter

Probenahmen von Ausatemluft für ein Biomonitoring erfolgen im Gegensatz zu Blutprobenahmen nicht invasiv und werden im Vergleich zur Sammlung von Urinproben als hygienischer und damit als angenehmer empfunden. Dennoch hat die Nutzung von Ausatemluft als Probenmaterial in der betriebsärztlichen Praxis bisher keine Bedeutung erlangt. Als Gründe hierfür werden u. a. die mangelnde Verfügbarkeit praxisgerechter Probenahmesysteme, die Beeinflussbarkeit der Messergebnisse durch den Probenahmezeitpunkt und die schwierige Analytik angeführt.

Am Beispiel des Biomonitorings Tetrachlorethen-Exponierter wird gezeigt, wie sich Ausatemluft mit einfachen Mitteln als Probematerial nutzen lässt und bisherige Nutzungsbarrieren überwunden werden können. Durch den Einsatz spezieller Gassammelrohre als Probenahmesystem gelang die Entwicklung eines Verfahrens, das ein Biomonitoring in Ausatemluft auch in Routinesituationen ermöglicht. So können Ausatemluftproben durch die Beschäftigten selbst gewonnen werden, wenn beispielsweise terminliche Gründe dies erfordern. Ein Versand der Ausatemluftproben kann direkt und ohne weitere Probenvorbereitungsarbeiten auch über öffentliche Briefkästen erfolgen. Die kompakte und besondere Form der Gassammelrohre vereinfacht die Laboranalytik und erleichtert ihre Automatisierung. Die Ergebnisse erster Messkampagnen bei beruflich Tetrachlorethen-Exponierten bestätigten die Praxistauglichkeit des Verfahrens.

Dieser Artikel ist in der Zeitschrift "Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie" Volume 64, Heft 6, S. 397-400 im Springer-Verlag erschienen.

Bibliografische Angaben

C.-E. Ziener:
Biomonitoring in Ausatemluft am Beispiel Tetrachlorethen-Exponierter. 
in: Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, Volume 64, Heft 6 2014. Seiten 397-400, PDF-Datei, DOI: 10.1007/s40664-014-0071-z

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