Mindestlohn und Gender
Zusammenfassung: Die Überrepräsentation von Frauen im Mindestlohnbereich hängt stark mit der überproportionalen Beschäftigung von Frauen in Teilzeit und geringfügiger Beschäftigung zusammen. Eine wichtige Rolle spielt zudem die berufliche Segregation. Seit seiner Einführung hat der Mindestlohn zu einer Reduzierung der mittleren Lohnlücke zwischen Frauen und Männern sowohl bei den Stundenlöhnen als auch den monatlichen Verdiensten beigetragen. Bei Frauen kam es durch den Mindestlohn zu schwächeren Arbeitszeitreduzierungen als bei Männern bzw. sogar zu Ausweitungen der Arbeitszeit. Weiterhin führte dieser sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu einer Reduzierung von geringfügiger Beschäftigung in kleinem Umfang.
Der gesamte Artikel ist ein Beitrag zum Sammelband "Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik".
Bibliografische Angaben
Titel: Mindestlohn und Gender.
in: Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik / S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt, A. Yollu-Tok (Hrsg.) Frankfurt am Main: Campus, 2025. Seiten: 357-375