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Gesellschaftliche Akzeptanz von Risiken - Das Risikokonzept des AGS für den Umgang mit krebserzeugenden Stoffen und das Zulassungsverfahren unter REACH

Manche Gefährdungen können über ein Grenzwertkonzept nicht reguliert werden, da sie keinen Schwellenwert haben. Krebserzeugende Stoffe sind ein bekanntes Beispiel. Mit den "Expositions-Risiko-Beziehungen" kann man seit einiger Zeit die Höhe des statistischen Krebsrisikos eines krebserzeugenden Stoffes transparent machen. Außerdem hat sich der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) auf zwei Risikowerte geeinigt, aus denen im Sinne eines Ampelmodells drei Bereiche mit unterschiedlichen Maßnahmebedarfen resultieren. Wird der höhere Risikowert nicht eingehalten ("rot") sind unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Exposition gegen krebserzeugende Stoffe abzusenken. Unterhalb des niedrigen Risikowertes ("grün") verbleiben nur so geringe Zusatzrisiken, dass weitere Minimierungsmaßnahmen nicht gefordert werden. Für den Bereich zwischen den Risikowerten ("gelb") sind flexible Maßnahmenpakete möglich. Das neue Managementinstrument der REACH-Verordnung für krebserzeugende Stoffe ist das Zulassungsverfahren. Im Rahmen der REACH-Verordnung gibt es kein "Grenzrisiko", bei dem die Zulassung erteilt wird. Dennoch können krebserzeugende Stoffe eine Zulassung erhalten. Dies ist der Fall, wenn der sozioökonomische Nutzen die Risiken überwiegt und es keine geeigneten Alternativstoffe oder -technologien gibt.

Der gesamte Artikel kann über die Internetseite des Journals "Technische Sicherheit" 3/2013, S. 52-57 bezogen werden: "Gesellschaftliche Akzeptanz von Risiken - Das Risikokonzept des AGS für den Umgang mit krebserzeugenden Stoffen und das Zulassungsverfahren unter REACH" (ggfs. kostenpflichtig).

Bibliografische Angaben

E. Lechtenberg-Auffahrt:
Gesellschaftliche Akzeptanz von Risiken - Das Risikokonzept des AGS für den Umgang mit krebserzeugenden Stoffen und das Zulassungsverfahren unter REACH
in: Technische Sicherheit 3/2013 2013. Seiten 52-57