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Taxonomische Charakterisierung luftgetragener Bakterien der Familie Staphylococcaceae in Emissionen von Hähnchenmastanlagen - Bedeutung für die Gefährdungsbeurteilung

In Hähnchenmastemissionen wurden Bakterien der Familie Staphylococcaceae anhand von DNA-Sequenzen zur Beurteilung möglicher Gesundheitsrisiken für Beschäftigte und Anwohner untersucht. Diese Bakterien sind im Bioaerosol der Intensivtierhaltung häufig und werden daher als umweltmedizinischer Parameter in der Richtlinie VDI 4250 genannt. Sequenzen mit höchster Ähnlichkeit zu den nicht infektiösen Arten Staphylococcus arlettae, S. cohnii und S.lentus dominierten. Geringere Anteile wurden 21 weiteren Staphylococcaceae-Arten, darunter auch opportunistischen Krankheitserregern zugeordnet. In einer Probe wurde MRSA nachgewiesen. Bioaerosol der Intensivtierhaltung kann zu Erkrankungen exponierter Personen führen. Für Erkrankungen durch Staphylococcaceae sind erhöhte Prävalenzen hier bislang nicht genügend belegt, können jedoch vor allem wegen erhöhter Besiedlung nicht ausgeschlossen werden. Die detaillierte Darstellung von Artenspektren ist ein Vorteil sequenzbasierter Verfahren bei der Bioaerosolbewertung und könnte die kultivierungabhängige Messung von Leitorganismen ergänzen.

Der gesamte Artikel kann über die Internetseite des Journals "Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft" 75(2015) Nr. 9, S. 340-346 bezogen werden: "Taxonomische Charakterisierung luftgetragener Bakterien der Familie Staphylococcaceae in Emissionen von Hähnchenmastanlagen - Bedeutung für die Gefährdungsbeurteilung" (ggfs. kostenpflichtig).

Bibliografische Angaben

D. Schneider, U. Jäckel, A. Gärtner, F. Dieterich:
Taxonomische Charakterisierung luftgetragener Bakterien der Familie Staphylococcaceae in Emissionen von Hähnchenmastanlagen - Bedeutung für die Gefährdungsbeurteilung. 
in: Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft 75(2015) Nr. 9 2015. Seiten 340-346