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Lehrkräfte durch Corona-Pandemie hoch belastet

Tendenzielle Zufrieden­heit mit Schutz­maßnahmen vor Ort

Im März 2021 wurden bundes­weit über 30.000 Lehrkräfte online zu verschiedenen Aspekten im Zusammen­hang mit der Corona-Pandemie befragt. Ein Fakten­blatt der BAuA präsentiert erste Ergebnisse.

Datum 15. Juli 2021

Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) führte die Universitätsmedizin Mainz im März dieses Jahres eine Online-Befragung zu Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Lehrkräfte und deren Arbeitsbedingungen durch. Rund 30.000 Lehrkräfte beantworten Fragen zu körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen, zum Arbeits- und Infektionsschutz sowie zu Auswirkungen auf den Lehrbetrieb. Zudem bewerteten die Befragten Maßnahmen zum Infektionsschutz hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Umsetzbarkeit. Erste Ergebnisse enthält das jetzt veröffentlichte BAuA-Faktenblatt "SARS-CoV-2 Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen".

AHA-Regel sinnvoll und angemessen

Über 80 Prozent der Lehrkräfte bezeichneten die allgemeingültigen Maßnahmen zum Infektionsschutz, wie zum Beispiel die AHA-Regel Abstand, Hygiene und Atemschutz, als sinnvoll und angemessen. Tendenziell eher ungeschützt fühlten sich die Befragten durch die Hygienepläne der jeweiligen Landesbehörden, während sie mit den konkreten Maßnahmen der Schulleitungen in der Tendenz eher zufrieden waren. Nur jede dritte Lehrkraft erhielt eine Unterweisung nach Infektionsschutzgesetz. Auch bezüglich der Durchführung und Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung gibt es einen deutlichen Optimierungsbedarf, obwohl sich die Zahl der durchgeführten Gefährdungsbeurteilungen in Schulen während der Corona-Pandemie verdoppelt hat.

Belastungen gestiegen

Fast alle Befragten (98,4 %) erlebten während der Corona-Pandemie Veränderungen der Schulorganisation, was etwa zwei von drei Betroffenen hoch belastete. Über 90 Prozent der befragten Lehrkräfte berichteten über Probleme bei der Umsetzung des Bildungsauftrages. Drei Viertel fühlten sich dadurch hoch belastet. Über die Hälfte der Lehrkräfte sehen in digitalen Unterrichtsformaten eine Chance, zugleich berichten fast 90 Prozent über Schwierigkeiten beim Distanzunterricht. Dabei nennen die Befragten insbesondere technische Probleme und mangelhafte technische Ausstattung.

Rund 4 Prozent der befragten Lehrkräfte waren an COVID-19 erkrankt, fast ein Drittel (29 %) musste in häusliche Quarantäne. Im Vergleich zu Referenzstichproben vor der Pandemie zeigen sich bei den Befragten höhere Werte hinsichtlich körperlicher und psychischer Symptombelastungen.

Das Faktenblatt baua: Fakten "SARS-CoV-2 Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen" gibt es im PDF-Format im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/dok/8862070

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