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Schutzleitfäden für häufige Tätigkeiten mit Gefahrstoffen

Das Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG) ist in Kombination mit den Schutzleitfäden ein standardisiertes Arbeitsverfahren nach TRGS 400 "Gefährdungsbeurteilung".

Das EMKG ordnet anhand der Einstiegsparameter Gefährlichkeits-, Mengen- und Freisetzungsgruppe eine Maßnahmenstufe zu bei der Beurteilung von Gefährdungen durch Einatmen zu. Das Ergebnis kann die Maßnahmenstufe 1, 2, 3 oder Beratung sein.

Liegt eine Gesundheitsgefährdungen durch Hautkontakt vor leitet das EMKG anhand der Gefährlichkeitsgruppe, Wirkfläche und Wirkdauer ebenfalls eine von drei Maßnahmenstufen ab. Diese werden zusätzlich umgesetzt.

Konkrete Empfehlungen zur Umsetzung der Maßnahmenstufen enthalten die Schutzleitfäden. Diese können als Checkliste zur Dokumentation der Maßnahmen genutzt werden. Die Schutzleitfäden setzen die Anforderungen der Gefahrstoffverordnung und des Technischen Regelwerkes um.

Schutzleitfäden für häufige Tätigkeiten mit Gefahrstoffen in chemischen Betrieben

Maßnahmenstufe 1 verweist auf grundsätzlich immer umzusetzende Organisations- und Hygienemaßnahmen. Diese sind nicht immer tätigkeitsspezifisch und es bietet sich an, diese vorab im gesamten Arbeitsbereich umzusetzen und zu dokumentieren beachten. Das trifft besonders für diese Schutzleitfäden zu:

  • Schutzleitfaden 100 - Allgemeine Lüftung - Mindestanforderungen
  • Schutzleitfaden 110 - Organisations- und Hygienemaßnahmen "Einatmen"
  • Schutzleitfaden 170 - Allgemeine Brandschutzmaßnahmen bei normaler Brandgefährdung

Maßnahmenstufe 2 beschreibt emissionsmindernde Maßnahmen für typische Arbeitsabläufe, die die Freisetzung des Gefahrstoffes an Entstehungsquelle minimieren. Typische Arbeitsabläufe sind z. B. Wiegen, Ab- und Umfüllen, Entleeren, Mischen, Beschichten und Laminieren.

Maßnahmenstufe 3 beschreibt Lösungen zur Umsetzung des geschlossenen System, wie z. B. zum Entleeren und Befüllen von Fässern, IBC-Container oder für das Umpumpen von Flüssigkeiten. Integrierte Absaugungen werden aufgrund ihrer hohen Wirksamkeit dem geschlossenen System zugeordnet.

Zusätzliche Schutzleitfäden für Gefährdungen durch Hautkontakt

Maßnahmenstufe 1 wird konkretisiert durch den Schutzleitfaden 120. In diesem werden weitere grundsätzliche Organisations- und Hygienemaßnahmen zur Minimierung der Gefährdung durch Hautkontakt beschrieben.

Maßnahmenstufe 2 wird konkretisiert durch den Schutzleitfaden 250. Prioritär soll der Hautkontakt durch technische und organisatorische Lösungen soweit, wie möglich, minimiert werden. Kann eine Gefährdung weiterhin nicht ausgeschlossen werden, ist zusätzlich geeignete, persönliche Schutzausrüstung notwendig. Zusätzlich Schutzmaßnahmen für hautsensibilisierende Stoffe und Feuchtarbeitsplätze werden im Schutzleitfaden 250 ebenfalls beschrieben.

Maßnahmenstufe 3 empfiehlt, wenn keine Ersatzlösung zur Verfügung steht, durch die Gestaltung des Arbeitsverfahrens im geschlossenen System, den Hautkontakt weit möglichst auszuschließen.

Schutzleitfäden Reihe 100 (Maßnahmenstufe 1)
NummerBezeichnung
100Freie Lüftung - Mindeststandards (PDF-Datei, 53 KB) (Stand 02/2015)
La-101Bereitstellen und Lagern - Mindeststandards (PDF-Datei, 261 KB) (Stand 02/2015)
102Lagerung von Schüttgütern (PDF-Datei, 85 KB)
110Organisations- und Hygienemaßnahmen "Einatmen" - Mindeststandards (PDF-Datei, 37 KB) (Stand 02/2015)
120Organisations- und Hygienemaßnahmen "Haut" - Mindeststandards (PDF-Datei, 61 KB) (Stand 02/2015)
130Drucken, Kopieren (PDF-Datei, 120 KB)
pc-170Brandschutzmaßnahmen - Mindeststandards (PDF-Datei, 187 KB) (Stand 02/2015)


Schutzleitfäden Reihe 200 (Maßnahmenstufe 2)
NummerBezeichnung
200Örtliche Absaugung (Punktabsaugung) (PDF-Datei, 93 KB)
201Abzugsschränke (PDF-Datei, 93 KB)
203Absaugschrank (PDF-Datei, 137 KB)
204Staubentnahme aus Abscheidesystem (PDF-Datei, 96 KB)
205Transport über Förderband (PDF-Datei, 94 KB)
206Befüllen von Säcken (PDF-Datei, 101 KB)
208Entleeren von Säcken (PDF-Datei, 98 KB)
210Beschicken von Kesseln aus Säcken oder Kleingebinden (PDF-Datei, 100 KB)
211Befüllung und Entleerung von Containern (IBC) (Feststoffe) (PDF-Datei, 137 KB)
212Befüllen von Fässern (PDF-Datei, 87 KB)
212a Stationäre Abfüllung organischer Lösemittel in Fässer und IBC auf Rollenbahnen
212b Stationäre Abfüllung organischer Lösemittel in Fässer und IBC auf Paletten
212c Stationäre Abfüllung organischer Lösemittel in Kanister, Fässer und IBC mittels Zapfpistole
213Entleeren von Fässern mittels Fasspumpe (PDF-Datei, 91 KB)
214Wiegen von Feststoffen (PDF-Datei, 104 KB)
215Mischen von Feststoffen mit anderen Feststoffen oder Flüssigkeiten (PDF-Datei, 91 KB)
217Mischen von Flüssigkeiten mit anderen Flüssigkeiten oder Feststoffen in Fässern o. ä. (PDF-Datei, 87 KB)
222Pulverbeschichtung (PDF-Datei, 156 KB)
223Laminieren (Batch) (PDF-Datei, 148 KB)
228Trockenschrank (Horden- oder Tellertrockner) (PDF-Datei, 86 KB)
230Herstellen von Pellets (PDF-Datei, 100 KB)
240Staubarbeitsplätze (Grundsätze) - Emissionsmindernde Maßnahmen (PDF-Datei, 91 KB) (Stand 02/2015)
250Erweiterter Maßnahmenbedarf "Haut" (PDF-Datei, 55 KB)
260Wartungs- und Servicearbeiten an Drucker- und Kopiergeräten (PDF-Datei, 187 KB)


Schutzleitfäden Reihe 300 (Maßnahmenstufe 3)
NummerBezeichnung
300Geschlossenes System (PDF-Datei, 91 KB)
301Handschuhkasten (glove box) (PDF-Datei, 696 KB)
305Fassbefüllung (PDF-Datei, 135 KB)
306Fassentleerung (PDF-Datei, 146 KB)
307Befüllung und Entleerung von IBC-Containern (Feststoffe) (PDF-Datei, 110 KB)
308Befüllung und Entleerung von IBC-Containern (Flüssigkeiten) (PDF-Datei, 138 KB)
310Befüllen und Entleeren von Tankfahrzeugen (PDF-Datei, 93 KB)
312Umpumpen von Flüssigkeiten (PDF-Datei, 89 KB)


Schutzleitfäden Gummiverarbeitung (Maßnahmenstufe 2)
NummerBezeichnung
GV 03Staubminderung beim Mischen (PDF-Datei, 137 KB)
GV 05Vulkanisierpressen (PDF-Datei, 688 KB)
GV 07Nachbearbeitung von Gummiteilen (PDF-Datei, 124 KB)

Die branchenspezifischen Schutzleitfäden zur Gummiverarbeitung können auf der Internetseite der BG Chemie heruntergeladen werden.

Spezielle Schutzleitfäden
NummerBezeichnung
S 001Augenoptiker (PDF-Datei, 355 KB)
S 002Abstellen von Dieselfahrzeugen in Wachen und Gerätehäusern der Feuerwehr (PDF-Datei, 634 KB)


Schutzleitfäden für Biozidprodukte

Für die Verwendung von bestimmten Biozidprodukten - Holzschutzmittel, Insektizide, Rodentizide - wurden eigene Schutzleitfäden der "BP"-Reihe (BP für Biozid-Produkt) entwickelt. Die 4-stellige Nummer kennzeichnet zuerst die Maßnahmenstufe (BP 1xxx = Grundmaßnahmen, BP 2xxx = spezielle Maßnahmen für bestimmte Verwendungen), dann die Produktart entsprechend der Biozid-Verordnung der EU (BP x08x = Holzschutzmittel, BP x14x = Rodentizide, BP x18x = Insektizide). Die letzte Stelle ist eine fortlaufende Nummerierung der einzelnen Schutzleitfäden.

1. Holzschutzmittel
NummerBezeichnung
BP 1081Vorbeugender Holzschutz: Grundmaßnahmen (PDF-Datei, 44 KB)
BP 1082Bekämpfender Holzschutz: Grundmaßnahmen (PDF-Datei, 55 KB)
BP 2081Holzschutzmittel: Streichen, Rollen, Spachteln und Wischen (PDF-Datei, 53 KB)
BP 2082Holzschutzmittel: Bekämpfender Holzschutz in Sprühanwendungen (PDF-Datei, 64 KB)
BP 2083Anwendung von Holzschutzmitteln in offenen Anlagen (PDF-Datei, 60 KB)
BP 2084Anwendung von Holzschutzmitteln in geschlossenen Anlagen (PDF-Datei, 77 KB)


2. Rodentizide
NummerBezeichnung
BP 1141Bekämpfung von Schadnagern: Grundmaßnahmen (PDF-Datei, 45 KB)
BP 2141Bekämpfung von Schadnagern: Ausbringung von schüttfähigen Ködern (PDF-Datei, 53 KB)
BP 2142Bekämpfung von Schadnagern: Ausbringung von Formködern und Pasten (PDF-Datei, 62 KB)
BP 2143Bekämpfung von Schadnagern: Ausbringung von Schäumen (PDF-Datei, 52 KB)


3. Insektizide
NummerBezeichnung
BP 1181Bekämpfung von Insekten: Grundmaßnahmen (PDF-Datei, 47 KB)
BP 2181Bekämpfung von Insekten: Granulate (fertig verwendbar) (PDF-Datei, 43 KB)
BP 2182Bekämpfung von Insekten: Streichen (PDF-Datei, 53 KB)
BP 2183Bekämpfung von Insekten: Sprühen (PDF-Datei, 52 KB)
BP 2184Bekämpfung von Insekten: Gele, Pasten (PDF-Datei, 52 KB)
BP 2185Bekämpfung von Insekten: Gießkanne oder Dosierwagen (PDF-Datei, 77 KB)


Nicht für alle Tätigkeiten gibt es einen umsetzbaren Schutzleitfaden. Dann können andere branchenbezogene Gefahrstoff- oder Produktbewertungen eine qualifizierte Hilfestellung bieten. Weitere Informationen finden Sie unter standardisierte Arbeitsverfahren.

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