Stoffbelastungen der Mitarbeiter von Servicefirmen bei Reinigungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten
Bei der Durchführung von Instandhaltungsarbeiten in Industriebetrieben durch Servicefirmen wurden die Belastungen der Beschäftigten durch Gefahrstoffe untersucht. Dazu erfolgten Arbeitsplatzmessungen in Müllverbrennungsanlagen, Tanklagern und bei Auftraggebern aus verschiedenen Branchen. Die dermale Belastung bei den Instandhaltungsarbeiten wurde beobachtet und beschrieben.
Die Durchführung aller Instandhaltungsmaßnahmen war dadurch charakterisiert, dass sie außerhalb des Normalbetriebs erfolgten. Dazu wurden entweder Revisionsphasen geplant, während derer die Anlagen heruntergefahren oder entleert wurden, oder aber produktionsfreie Zeiten genutzt, die bevorzugt während der Nacht oder am Wochenende lagen. Die Beschäftigten führten während der Instandhaltung Tätigkeiten aus, die von der Stammbelegschaft der beauftragenden Unternehmen nicht verrichtet wurden. Dazu mussten enge Räume begangen, Systeme geöffnet oder abgeschaltete Anlagen gereinigt werden. Die während des Normalbetriebs aktiven lufttechnischen Anlagen waren dabei teilweise außer Betrieb.
In allen Fällen waren die Beschäftigten der untersuchten Servicefirmen Stoffbelastungen ausgesetzt, die auf die Besonderheiten der Instandhaltungstätigkeiten zurück zu führen waren. Es konnte festgestellt werden, dass die getroffenen Schutzmaßnahmen nicht immer ausreichend waren. Zum Teil traten dabei deutliche Überschreitungen der Arbeitsplatzgrenzwerte auf.
Stoffbelastungen der Mitarbeiter von Servicefirmen bei Reinigungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten.
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2011.
ISBN: 978-3-88261-137-3, 49 Seiten, Projektnummer: F 2044, Papier, PDF-Datei
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