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Glossar

Diese Zusammenstellung erklärt Ihnen, alphabetisch geordnet, einige wichtige Begriffe der Toolbox.

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Aktivierung


Aktivierung bezeichnet einen "inneren Zustand mit unterschiedlich hoher psychischer und körperlicher Funktionstüchtigkeit" in Folge psychischer Beanspruchung (EN ISO 10075-1:2000).

Alkoholmissbrauch


Von Alkoholmissbrauch wird gesprochen, wenn eine Person eine immer größere Menge Alkohol zu sich nimmt und Alkoholverzicht zu Entzugserscheinungen führt. Das Ampelmodell der WHO beschreibt den Prozess der Suchtentwicklung bei Alkohol aufgrund von Konsummustern:

  • Grüne Phase: risikoarmer Konsum = alles im "grünen Bereich", verantwortlicher Umgang mit Alkohol, gesundheitliches Risiko gering.
  • Gelbe Phase: riskanter, schädigender Konsum = Achtung! Vorsicht "gelber Bereich", hohes Gesundheitsrisiko, Suchtgefahr steigt mit Dauer des Konsums und Menge des Alkohols.
  • Rote Phase: abhängiger Konsum Gefahr! Stopp "roter Bereich", Abhängigkeit eingetreten, Hilfe aufsuchen, Suchtmittelkonsum einstellen.

Für die Entwicklung einer Suchterkrankung gibt es neben der Höhe des Suchtmittelkonsums aber auch noch andere Faktoren (u. a. die individuellen seelischen und körperlichen Voraussetzungen der Person, u. a. Lernprozesse, Erfahrungen in der Familie und im Freundeskreis).

Alltagshandeln


siehe: Haus- und Familienarbeit

Alter


Mit Alter wird in der Toolbox der Lebensabschnitt von Beschäftigten zwischen dem Eintritt ins Berufsleben bis zum regulären Eintritt in die Rente bezeichnet.

ältere Arbeitnehmer


Beschäftige im Alter von über 50 Jahren werden als ältere Arbeitnehmer (auch Ü50 oder Generation 50+) bezeichnet.

ambulante Pflege


Bei der ambulanten Pflege werden die Pflegebedürftigen in ihrer häuslichen Umgebung betreut.

siehe: Pflege/Pflegetätigkeit

Anforderung/Arbeitsanforderung


Die Anforderungen, die bei der Arbeit an eine Person gestellt werden, ergeben sich aus dem Arbeitsauftrag bzw. der Arbeitsaufgabe. In der Produktion werden überwiegend körperliche Anforderungen an die Personen gestellt, im Büro- und Verwaltungsbereich eher geistige. In der Dienstleistung haben Anforderungen an Interaktion und Kommunikation den Vorrang.

Anforderungsbewältigung


Die Anforderungsbewältigung umfasst die persönlichen Prozesse beim Umgang und der Verarbeitung der Anforderung aus der Arbeit.

Anforderungsdimensionen


Mit Anforderungsdimensionen sind die verschiedenen Facetten von Anforderungen gemeint, die an einen Beschäftigten bei der Übergabe eines Arbeitsauftrages bezüglich der Ausführung, der zu nutzenden Arbeitsmittel und der erwarteten Ergebnisse gestellt werden.

Angst


Angst ist ein negatives Gefühl, das einer tatsächlichen oder vermeintlich bedrohlichen Situation vorausgeht bzw. in unvertrauten Situationen erlebt wird. Es ist ein angeborener Mechanismus, der von quälender Sorge und Zweifeln begleitet wird.

Anstrengung


Unter Anstrengung ist der Aufwand einer Person gemeint, den sie betreibt, um die Arbeitsanforderung zu bewältigen bzw. um ein bestimmtes Arbeitsergebnis oder eine bestimmte Leistung zu erreichen.

Arbeit


Mit Arbeit ist in der Toolbox Erwerbsarbeit gemeint. Grundlage dafür ist die arbeitsvertragliche Festlegung, wo und wie lange eine Person in einem bestimmten Bereich im Betrieb bei entsprechender Entlohnung ihrer Tätigkeit arbeitet.

Arbeitsaufgabe


Die Arbeitsaufgabe ist ein rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sachverhalt. Mit der Arbeitsaufgabe werden die betriebliche Arbeitsteilung und die Funktionsteilung zwischen Mensch und Maschine festgelegt.

arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken


Unter arbeitbedingten Gesundheitsrisiken werden Arbeitsbedingungen (z. B. bestimmte Agenzien), die gehäuft bei bestimmten Berufen oder Industriezweigen zu arbeitsbedingten Erkrankungen führen.

Arbeitsbedingungen


Unter Arbeitsbedingungen sind Faktoren der Arbeit zu verstehen, die sich aus dem Arbeitsprozess, der vorhersehenden Technologie und der Umgebung ergeben und Auswirkung auf die psychische Regulation der Arbeitstätigkeit, das Beanspruchungserleben und das Arbeitsergebnis haben.

Arbeitsbelastungen


siehe: Belastungen

Arbeitsbewertung


Die Arbeitsbewertung dient der Leistungseinschätzung einer Person. In der vorliegenden Veröffentlichung ist jedoch die Bewertung der Arbeit hinsichtlich des Auftretens und der Höhe möglicher Belastungsrisiken gemeint.

Arbeitscharakteristika


In den Motivations-Modellen von HACKMAN und OLDHAM (1976, 1980) wurden fünf Arbeitscharakteristiken beschrieben, die eine Verbesserung der Motivation versprechen. Gemeint sind Vielfalt der Fähigkeiten/Fertigkeiten, Identität der Aufgabe, Aufgabensignifikanz, Autonomie und Feedback. In der vorliegenden Veröffentlichung wurden mit Arbeitscharakteristen besondere Merkmale/Kennzeichen der Arbeit gemeint, die es ermöglichen, Gruppen von ähnlichen Arbeitstätigkeiten zusammenzufassen.

Arbeitseffizienz


Mit Arbeitseffizienz ist der Grad der Zielerreichung gemeint, der sowohl zeitliche (quantitative) und qualitative Aspekte einschließt.

Arbeitsfähigkeit


Die Arbeitsfähigkeit beschreibt die Lage einer Person, inwieweit sie die Arbeitsanforderungen hinsichtlich ihrer Gesundheit und ihrer individuellen Ressourcen erledigen kann.

Arbeitsgestaltung


Die Arbeitsgestaltung führt zielgerichtet Veränderungsprozesse bei der Arbeitsorganisation, den Arbeitsinhalten oder den Arbeitsbedingungen durch, die die Mensch-Maschine-Arbeitsteilung und die Mensch-Maschine/Computer-Funktionsteilung beeinflussen. Ziel sind sichere und gesunde Arbeitsplätze.

Arbeitsinhalt


Der Arbeitsinhalt umfasst alle Anforderungen an eine Person, die sich aus der Arbeitstätigkeit ergeben.

Arbeitsklima


siehe: Betriebsklima

Arbeitsmedizin


Die Fachbezeichnung Arbeitsmedizin gibt es seit 1929. Arbeitsmedizin ist danach die Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen Arbeit und Beruf sowie dem Menschen, seiner Gesundheit und seinen Erkrankungen. Die Arbeitsmedizin beruht auf den Untersuchungen möglicher physischer und psychischer Auswirkungen auf den Menschen bezogen auf seine Arbeit.

Arbeitsorganisation


Die Arbeitsorganisation legt die Mensch-Maschine-Aufgabenteilung und die Mensch-Maschine-Funktionsteilung fest. Beide können nach unterschiedlichen Prinzipien gestaltet werden. Abhängig von der Gestaltung sind die hierarchische Organisationsstrukturierung, die Arbeitsabläufe und die Kommunikationsbeziehung und Informationsprozesse.

siehe: Organisation

Arbeitsplatzanalyse


Die Arbeitsplatzanalyse bildet das Kernstück psychologischer Arbeitsstudien. Es werden Methoden entwickelt, die die Analyse, Bewertung und Gestaltung der psychischen Komponenten von Arbeitstätigkeit erlauben. Die Methoden können neben Arbeitspsychologen auch von Organisationswissenschaftlern, Ingenieuren und Arbeitsmedizinern, z. B. für die Arbeitsnormung oder die Arbeitsklassifizierung, benötigt werden.

Arbeitsplatzgestaltung


Bei der Arbeitsplatzgestaltung werden die Arbeitsverfahren, die Arbeitsmethoden, die Arbeitstätigkeiten, die Arbeitsbedingungen, die Arbeitsabläufe usw. so verändert oder neu entwickelt, dass Regulationshindernisse, Fehlbeanspruchung, gesundheitliche Beeinträchtigungen, Leistungsminderung zur Gefährdung für die Sicherheit der arbeitende Personen vermieden wurden. Nach dem salutogenetischen Konzept geht es auch darum, organisatorische, technische oder personenbezogene Ressourcen zu entwickeln oder zu erweitern.

Arbeitsplatzprofil


Das Arbeitsplatzprofil resultiert aus der Analyse und Bewertung einer Arbeitstätigkeit. Durch Unterschiede in den Arbeitsplatzprofilen können Arbeitstätigkeiten verglichen werden. Der Gestaltungsbedarf kann sich aus dem Arbeitsplatzprofil oder aus dem Vergleich der Profile ergeben.

Arbeitsschutzmanagementsystem


Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS) liefern Beiträge für die menschengerechte Gestaltung der Arbeit und des Arbeitsfeldes. Sie dienen der Erholung und Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit. AMS kennzeichnen den Paradigmenwechsel im Arbeitsschutz. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo nachträglich auf Probleme bei der Arbeitssicherheit reagiert wurde, sind AMS eine Strategie der Prävention. Mit der systematischen Integration von Sicherheit und Gesundheit durch ein AMS in allen Struktureinheiten und Organisationsebenen können wirtschaftliche Erfolge erzielt werden.

Arbeitssysteme


Arbeitssysteme stellen das Zusammenwirken von Arbeitsorganisation, Arbeitsaufgaben, Arbeitsmitteln, Arbeitsgegenständen, Arbeitsumgebung und Personen dar. Das Ordnungsschema bildet die Grundlage für systematische Beschreibungen der Arbeitsplätze.

Arbeitsumgebungsbedingungen


Die Arbeitsumgebungsbedingungen umfassen

  • physikalische Faktoren, wie Klima oder Beleuchtung, chemische oder biologische Expositionen gegenüber Gefahrstoffen oder (mikro-) biologischen Agenzien/Arbeitsstoffen,
  • physische Faktoren, d.h. Merkmale der ergonomischen Gestaltung und der physischen Belastung,
  • Merkmale der Arbeitsplatz- und Informationsgestaltung, wie die räumliche Gestaltung und die körperbezogenen Maße des Arbeitsplatzes, sowie
  • Merkmale der Arbeitsmittelgestaltung, z. B. von Maschinen und Anlagen, mit denen die Beschäftigten arbeiten.

Arbeitszeit


Arbeitszeit ist die zeitliche Dauer, in der ein Arbeitnehmer täglich, wöchentlich oder monatlich den Betrieb oder der Einrichtung seine Arbeitskraft gegen Entgelt zur Verfügung stellt. Die Dauer der Arbeitszeit ist gesetzlich, tariflich und vertraglich festgelegt. Sonderregelungen für z. B. Jugendliche oder werdende Mütter oder verschiedene Branchen sind zu beachten.

Arbeitszufriedenheit


Die Zufriedenheit einer Person mit seiner Arbeit wird Arbeitszufriedenheit genannt. Sie hat Einfluss auf die körperliche und seelische Belastbarkeit einer Person, auf Einstellung und Verhalten sowie auf andere Bereiche des Lebens. Zu den Faktoren, die Zufriedenheit bewirken, gehören u. a. die Tätigkeit selbst, die Möglichkeit, etwas zu leisten, sich weiter zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen, Aufstiegsmöglichkeiten und Anerkennung.

Ausführungsbedingung(en)


Zu den Ausführungsbedingungen einer Tätigkeit werden im engeren Sinne die zeitlichen und inhaltlichen Freiheitsgrade gezählt. Im weiteren Sinne zählen Faktoren, wie Durchschaubarkeit des Fertigungs- und Arbeitsprozesses, Vorhersehbarkeit und zeitliche Bindung (Kopplung) von Anforderungen sowie die Beeinflussbarkeit des Arbeitsprozesses dazu.

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