Chancen und Risiken ortsflexibler Arbeit und Empfehlungen zur gesundheitsförderlichen Gestaltung
Mobiles Arbeiten beschreibt das Erbringen einer Arbeitsleistung außerhalb der Betriebs- bzw. Arbeitsstätte unter der Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien.
Auf Dienstreisen im Zug und im Hotel oder am Schreibtisch in der eigenen Wohnung – Mobiles Arbeiten gehört für viele Beschäftigte heute zum Arbeitsalltag. Dabei gilt: Je größer der Anteil an informationsbezogenen Tätigkeiten im Beruf ist, desto einfacher sind Flexibilitätsmöglichkeiten umzusetzen.
Im Gegensatz zur klassischen Telearbeit unterliegt Mobiles Arbeiten nicht der Arbeitsstättenverordnung (vgl. § 2 Abs. 7 ArbStättV). Grundlage der Mobilen Arbeit ist vielmehr eine entsprechende Absprache zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten. Oft besteht hierfür eine allgemeine schriftliche Vereinbarung in den Betrieben. Ebenfalls von der Mobilen Arbeit abzugrenzen ist das Arbeiten an veränderlichen Arbeitsorten, etwa bei Beschäftigten im Personen- oder Gütertransport. Auch das Arbeiten an wechselnden Einsatzorten ohne informationsbezogene Tätigkeiten, wie zum Beispiel bei mobilen Pflegekräften oder Beschäftigten im Handwerk, wird nicht zur Mobilen Arbeit gezählt.
Ortsflexibles Arbeiten hat sich im Alltag vieler Beschäftigter etabliert. Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren vielfältige Forschungsansätze zum Thema entstanden. Die BAuA hat Expertinnen und Experten eingeladen und Forschungsergebnisse gebündelt. Die Ergebnisse der Abschlussveranstaltung wurden in visuellen Protokollen festgehalten. Mehr erfahren Sie auf der Seite zum Projekt Hybrides, Ortsflexibles, Multilokales Arbeiten? Wissenschaft im Dialog.
Gesundheitsförderliche Gestaltung mobiler Arbeit
Auch bei Mobiler Arbeit tragen Betriebe und Beschäftigte Verantwortung, um die Arbeit sicher und menschengerecht zu gestalten. Daher werden in den unten zusammengestellten Beiträgen verschiedene Aspekte und Formen Mobilen Arbeitens erläutert und Gestaltungsempfehlungen gegeben. Dabei ist zu beachten, dass die einzelnen Aspekte teilweise stark miteinander zusammenhängen und sich auch gegenseitig bedingen. Zudem unterscheidet sich die Gestaltbarkeit innerhalb der jeweiligen Bereiche. Nicht an allen Arbeitsorten ist es möglich, Einfluss auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsumgebung zu nehmen. Entsprechend können hier weniger Empfehlungen ausgesprochen werden und das Arbeiten an diesen Orten sollte zeitlich beschränkt sein.