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Erholung innerhalb und außerhalb des Arbeitskontextes - Wirkungen und Gestaltungsansätze im Wandel der Arbeit

Projektnummer: F 2431 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 31. Dezember 2022

Projektbeschreibung:

Ein zunehmender Anteil von Beschäftigten in Deutschland leidet unter Erholungsbeeinträchtigungen wie emotionaler und körperlicher Erschöpfung sowie allgemeiner Müdigkeit. Im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ist es nötig, potentiellen Risikofaktoren für derartige Beschwerden entgegenzuwirken und Ressourcen als Schutzfaktoren zu stärken.

Einer dieser Schutzfaktoren für Beschäftigte ist die Erholung. Allerdings berichtet aktuell ein hoher Anteil der Beschäftigten von Erholungsproblemen, beispielsweise mangelnde Distanzierung von der Arbeit am Abend, Ausfall von Ruhepausen, Verkürzung der Ruhezeit durch Arbeitsaktivitäten in der Freizeit.

Bisher ist wenig darüber bekannt, auf welche Weise Arbeitsbedingungen und Erholung miteinander zusammenhängen. In der Theorie werden zwei Wirkpfade unterschieden. Einerseits geht man davon aus, dass ungünstige Arbeitsbedingungen zu Problemen bei der Erholung führen, was weitere negative Folgen nach sich ziehen kann, etwa die berichtete emotionale und körperliche Erschöpfung und allgemeine Müdigkeit (Mediatorfunktion der Erholung). Andererseits wird angenommen, dass bei einer hohen Arbeitsbelastung negative Folgen zumindest abgeschwächt werden, sofern die Erholung gelingt (Moderatorfunktion der Erholung). Unklar ist bislang, in welchen Fällen die Erholung welche Funktion einnimmt. Diese Frage sollte dringend geklärt werden, denn davon hängt ab, ob die im Arbeitsschutzgesetz geforderte prioritäre verhältnispräventive Arbeitsgestaltung durch verhaltenspräventive Maßnahmen ergänzt werden muss.

Das fachgruppenübergreifende Projekt hat zum Ziel, umfangreiche Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Belastung, Beanspruchung und Erholung zu liefern. Es wird sowohl die Erholung im Arbeitskontext untersucht, beispielsweise anhand der Pausengestaltung und Belastungswechseln. Außerdem wird die Erholung nach Feierabend und an freien Tagen einbezogen. Dabei wird die Entwicklung über verschiedene Zeitspannen berücksichtigt, von Tagen und Wochen bis zu Monaten und Jahren. Im Projekt werden hierfür Interviews sowie Beobachtungen und Befragungen durchgeführt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Wissens- und Dienstleistungstätigkeiten. Aus den Ergebnissen werden gezielte verhältnis- und verhaltensbezogenen Maßnahmen für die Praxis abgeleitet.

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Fachgruppe 3.2 "Psychische Belastung und Mentale Gesundheit"

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