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Zusammenhang zwischen beruflicher Feinstaubexposition und dem Risiko eines Myokardinfarktes bei ehemaligen WISMUT Beschäftigten

Projektnummer: F 2329 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Die Exposition gegenüber Quarz-A-Staub ist als Auslöser der Silikose bekannt und wurde daneben auch mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Ziel der vorliegenden Studie ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen beruflicher Quarz-A-Staub-Exposition und dem Risiko eines akuten Myokardinfarktes.

Die Studie wurde im Matchingverhältnis 1:3 als case-control-study, eingebettet in die deutsche Uranbergarbeiterkohorte Wismut, durchgeführt. 676 potentielle männliche Fälle mit akutem Myokardinfarkt konnten anhand ihrer Krankenhausentlassungsdiagnosen (ICD-10: I21, I22, I25.2, I29.9 + Klartext) identifiziert werden. Die anschließende Validierung der potentiellen Fälle entsprechend der 1979er WHO-Definition des akuten Myokardinfarktes anhand ihrer medizinischen Akten resultierte in 484 gültigen Fällen. In die Hauptanalyse gingen 292 Fälle ein, die den Erstinfarkt während ihrer Wismuttätigkeit erlitten haben. Die Kontrollen wurden individuell gematchet bezüglich Geburtsdatum und Teilkohortenzugehörigkeit. Die kumulative Exposition bezüglich Quarz-A-Staub wurde auf Basis einer Job-Exposure-Matrix (JEM) abgeschätzt, wobei die letzten 5 Jahre vor dem Indexdatum nicht berücksichtigt wurden. Odds Ratios (OR) und 95% Konfidenzintervalle (KI) wurden mittels konditionaler logistischer Regression berechnet. Potentielle Confounder (Raucherstatus, Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie und Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit zu Beginn des Untersuchungszeitraumes) wurden berücksichtigt. Zusätzlich wurde eine Subgruppenanalyse spätgeborener Sets (Geburtsjahr 1929+) zur Vermeidung externer (Vor-)Exposition durchgeführt.

Die Hauptanalyse umfasste 292 Sets mit 872 Kontrollen, die Subgruppenanalyse 110 Sets mit 330 Kontrollen. Die Exposition lag im Bereich von 0 bis 38,9 mg/m3 -Jahr. Es konnten starke Assoziationen zwischen dem akuten Myokardinfarkt und den Confoundern beobachtet werden. Das adjustierte OR für das höchste Quarz-A-Staub-Quintil (>20.18 mg/m3 -Jahr) lag bei 1.07 (0.55, 2.07), in der Subgruppe bei 2.05 (0.64, 6.56).

In der Hauptanalyse dieser Studie unter Uranbergarbeitern konnte lediglich ein geringer Einfluss der Exposition bezüglich Quarz-A-Staub auf das Risiko eines akuten Myokardinfarktes beobachtet werden. Demgegenüber erbrachte die Subgruppenanalyse spätgeborener Sets mit entsprechend reduzierter Wahrscheinlichkeit externer (Vor-)Exposition, eine deutliche Risikoerhöhung des Quarz-A-Staubes auf den akuten Myokardinfarkt.

Kontakt

Fachgruppe 3.2 "Statistische Methoden in Epidemiologie und Biometrie"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070