Die Grundlage sicherer und gesunder Arbeit
Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Element im betrieblichen Arbeitsschutz. Sie ist die Grundlage für ein systematisches und erfolgreiches Sicherheits- und Gesundheitsmanagement.
Seit 1996 verpflichtet das Arbeitsschutzgesetz alle Arbeitgeber dazu, die Arbeitsbedingungen in ihrem Betrieb systematisch zu beurteilen. Ziel ist es, mögliche Gefährdungen für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu erkennen und auf dieser Grundlage geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Das Gesetz verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigt sämtliche relevanten Faktoren am Arbeitsplatz. Zu diesen zählen physikalische, stoffbezogene, physische ebenso wie psychische Belastungen.
Ein zentrales Anliegen der BAuA zum Thema Gefährdungsbeurteilung ist es, die bestehende Lücke zwischen den gesetzlichen Anforderungen und der praktischen Umsetzung in den Betrieben zu verkleinern.
Die BAuA bereitet deshalb aktuelles Wissen zielgruppenorientiert auf und entwickelt wissenschaftlich fundierte Praxishilfen, die konkret bei der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen unterstützen. Besonders etabliert sind dabei die Leitmerkmalmethoden, mit denen physische Belastungen systematisch erfasst und bewertet werden können, etwa beim Heben, Tragen, Ziehen oder bei repetitiven Tätigkeiten.
Das Handbuch Gefährdungsbeurteilung ist seit über 30 Jahren fester Bestandteil des BAuA Wissenschaftstransfers in die Praxis und steht als online-Version und zum Download zur Verfügung. Das Standardwerk bietet Wissen über Relevanz und Wirkung von Gefährdungen, Ermittlungs- und Beurteilungsgrundlagen, Arbeitsschutzmaßnahmen, Vorschriften, Regelwerke sowie wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Grundlagen hierfür schaffen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der BAuA durch ihre Forschung und wissenschaftsbasierte Facharbeit.