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Europäischer Wettbewerb (GPA)

In Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und den Ratsvorsitzen der Europäischen Union (EU) organisiert die EU-OSHA die Wettbewerbe für gute praktische Lösungen im Rahmen der Kampagne "Gesunde Arbeitsplätze".

Die Wettbewerbe sind ein wichtiger Bestandteil jeder Kampagne und helfen dabei, das Thema Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu unterstützen. Sie dienen als Plattform für den Informationsaustausch und die Förderung guter Praxisbeispiele in ganz Europa.

Organisation und Ablauf

Der Europäische Wettbewerb für gute praktische Lösungen erfolgt in zwei Schritten: Zunächst bewertet eine durch die Focal Points benannte nationale Jury die eingereichten Beispiele. Diese wählt die zwei besten nationalen Beispiele aus, die für den europäischen Wettbewerb bei der EU-OSHA eingereicht werden. Eines dieser Beispiele sollte im Idealfall von einem Unternehmen mit nicht mehr als 100 Mitarbeitern und eines von einem größeren Unternehmen stammen. Die Beiträge des nationalen Wettbewerbes werden zur Teilnahme am Europäischen Wettbewerb an die Agentur in Bilbao weitergeleitet. Im zweiten Schritt tritt eine europäische Jury zusammen und kürt die Gewinner auf europäischer Ebene. Bei der Preisverleihung werden die Gewinner ausgezeichnet und gewürdigt. Nähere Angaben zu allen prämierten und ausgezeichneten Beispielen erscheinen in einer Veröffentlichung, die in ganz Europa verbreitet und auf der Website der EU-OSHA bekannt gemacht wird. Die Gewinner werden zur Preisverleihung eingeladen.

Einreichung von Beispielen für gute praktische Lösungen

Beitragsberechtigt sind alle konkreten Beispiele für effektive Maßnahmen im Bereich von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im Kontext des aktuellen Kampagnenthemas. In den Beiträgen sollte klar beschrieben werden, wie gut die Maßnahmen umgesetzt wurden und was damit erreicht wurde.

Die dreigliedrige Jury sucht nach Nachweisen für:

  • einen ganzheitlichen Ansatz im Arbeitsschutz;
  • echte und nachweisliche Verbesserungen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes im Umgang mit gefährlichen Substanzen;
  • die Bevorzugung von Maßnahmen für die Gesamtbelegschaft gegenüber Einzelmaßnahmen;
  • eine echte Beteiligung und Mitwirkung der Arbeitnehmer und ihrer Vertreter;
  • die Nachhaltigkeit der Maßnahmen im Laufe der Zeit;
  • die Übertragbarkeit auf andere Arbeitsplätze (in anderen Mitgliedstaaten, in unter-schiedlichen Wirtschaftszweigen und in Unternehmen unterschiedlicher Größe);
  • die Aktualität (die Maßnahme sollte entweder jüngeren Datums oder noch nicht im großen Maßstab veröffentlicht worden sein).

Außerdem muss die Maßnahme die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen des Mitgliedstaats, in dem sie umgesetzt wurde, erfüllen und möglichst darüber hinausgehen.

Für gewerbliche Zwecke entwickelte Produkte, Instrumente und Dienstleistungen werden bei diesem Wettbewerb nicht berücksichtigt.

Beispiele für die in den Vorjahren prämierten guten praktischen Lösungen sind auf der Website der EU-OSHA und in der Broschüre zum GPA 2016/17 zu finden.

Teilnahme am Wettbewerb

Die Teilnahme am Wettbewerb mit Beiträgen für gute praktische Lösungen steht allen in den EU-Mitgliedstaaten, Kandidatenländern, potenziellen Kandidatenländern und in der Europäischen Freihandelszone (EFTA) tätigen Unternehmen offen, einschließlich:

  • einzelnen Unternehmen oder Organisationen jeder Größe;
  • Ausbildungsstätten und Bildungseinrichtungen;
  • Arbeitgeberorganisationen, Berufsvereinigungen, Gewerkschaften, NGOs;
  • regionalen oder lokalen Präventionsdiensten und Aufsichtsämtern für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, Kranken- und Unfallversicherungsträgern und anderen Multiplikatoren;
  • offiziellen Kampagnenpartnern.

Der aktuelle Wettbewerb für gute praktische Lösungen im Rahmen der Kampagne "Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben"

Spezifisches Ziel des Wettbewerbs für gute praktische Lösungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2018/2019 ist es, herausragende Beispiele von Organisationen vorzustellen, die aktiv mit den von gefährlichen Substanzen am Arbeitsplatz ausgehenden Gefährdungen umgehen. Die EU-OSHA sucht nach Beispielen, die belegen, dass ein ganzheitlicher Ansatz beim Arbeitsschutz und echte Verbesserungen in der Verwendung und Handhabung gefährlicher Substanzen sichere und gesunde Arbeitsbedingungen gewährleisten. Die Jury wird ferner nach Maßnahmen Ausschau halten, die sowohl nachhaltig als auch übertragbar sind. In den Beiträgen sollte klar beschrieben werden, wie diese am Arbeitsplatz umgesetzt wurden und was damit erreicht wurde; dabei soll auf Aspekte eingegangen werden wie z. B.:

  • Inwiefern war die Gefährdungsbeurteilung umfassend und wirksam organisiert und deckte sie alle einschlägigen Gefährdungen für alle Gruppen von Arbeitnehmern ab?
  • Inwiefern diente die Präventionshierarchie als Richtschnur (STOP-Prinzip: Substitution, Technische Maßnahmen, Organisatorische Maßnahmen, Persönliche Schutzmaßnahmen), und inwiefern konnte mit den Maßnahmen die Exposition von Arbeitnehmern gegenüber gefährlichen Substanzen beseitigt oder erheblich verringert werden? Sofern möglich, sollten auch Kosten und Nutzen angegeben werden.
  • Inwiefern wurde das Bewusstsein geschärft und eine Präventionskultur gefördert?

Frist für die Einreichung der Beiträge: 15. Dezember 2018

Bewerbungsformular (DOCX, 501KB)

Flyer zum Wettbewerb (PDF, 3MB)

Kontakt:
Matthias Holtmann und Nathalie Henke
holtmann.matthias@baua.bund.de
+49 231 9071-2016

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Deutschland

Preisverleihung: Bilbao, November 2019

Downloads

Download: Flyer zum Wettbewerb (PDF, 3MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Europäischer Wettbewerb "Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben"

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zum Download : Flyer zum Wettbewerb, PDF, 3MB, Datei ist nicht barrierefrei

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Wettbewerb für gute praktische Lösungen im Rahmen der Kampagne "Gesunde Arbeitsplätze" 2018-2019

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