Navigation und Service

Auswertungen zu berufsbezogenen gesundheitlichen Auswirkungen der SARS-CoV-2 Pandemie basierend auf der Nationalen Kohorte (NAKO Gesundheitsstudie)

Projektnummer: F 2515 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 31. Oktober 2021

Projektbeschreibung:

Unterscheidet sich das Risiko für Erwerbstätige, bei der Arbeit mit SARS-CoV-2 infiziert zu werden, je nach ausgeübtem Beruf? Gibt es weitere berufsbezogene Faktoren, etwa bei der Arbeit im Betrieb gegenüber der Arbeit im Home-Office, die das Risiko beeinflussen? Diese Fragen beschäftigen im Zuge der SARS-CoV-2-Pandemie Politik, Betriebe und Erwerbstätige.

Vermutet wird, dass bestimmte Berufsgruppen aufgrund ihrer spezifischen Arbeitsbedingungen einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, beispielsweise durch häufigen Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen bzw. Kundinnen und Kunden. Ebenso wird auch bei körpernahen Tätigkeiten ein erhöhtes Risiko angenommen.

Ob in solchen Berufsgruppen tatsächlich häufiger Infektionen mit SARS-CoV-2 auftreten, soll im Projekt ermittelt werden. Außerdem wird betrachtet, wie sich der selbst eingeschätzte Gesundheitszustand der Erwerbstätigen der verschiedenen Berufsgruppen im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie verändert hat. Dabei soll die Rolle arbeitsbezogener Risiken und Ressourcen aufgeklärt werden.

Zur Beantwortung der Forschungsfragen werden die Daten der NAKO Gesundheitsstudie herangezogen – der größten Kohortenstudie in Deutschland, an der auch rund 150.000 Erwerbstätige teilnehmen. In der NAKO Gesundheitsstudie sind neben dem ausgeübten Beruf auch bereits zahlreiche arbeits- und gesundheitsbezogene Angaben im Zusammenhang mit der SARS-CoV-2-Pandemie erhoben worden. Um berufsgruppenbezogene Unterschiede zu bestimmen, sind die derzeit als Freitext vorliegenden Berufsangaben der Beschäftigten in eine Klassifikation der Berufe nach KldB 2010 und ISCO-08 zu überführen.

Bislang kann eine Infektionskrankheit nur dann als Berufskrankheit BK 3101 anerkannt werden, wenn die Beschäftigten im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig sind. Aktuell wird diskutiert, ob die Anerkennung dieser Berufskrankheit auf andere Berufe auszuweiten ist. Die Projektergebnisse zum Infektionsrisiko verschiedener Berufsgruppen können in diese Diskussion mit einfließen.

Die Erkenntnisse aus diesem Projekts werden der Politik und den Betrieben Hinweise geben, in welchen Bereichen verstärkte Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen zur Vermeidung von SARS-CoV-2-Infektionen nötig sind.

Kontakt

Fachbereich 3 "Arbeit und Gesundheit"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK