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Betriebe in der COVID-19-Krise (BeCovid-Studie)

Projektnummer: F 2514 Projektdurchführung: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Während der Corona-Krise mussten viele Betriebe ihre Arbeitsabläufe massiv ändern, um den Anforderungen des Arbeits- und Infektionsschutzes Rechnung zu tragen. In der BeCovid-Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wurden Betriebsverantwortliche aus ca. 2000 Betrieben in mehreren Wirtschaftszweigen und jeder Betriebsgröße zum betrieblichen Umgang mit der Corona-Epidemie befragt. Die Betriebe wurden telefonisch zu mehreren Zeitpunkten über einen Zeitraum von etwa einem Jahr kontaktiert. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) beteiligte sich an vier Befragungswellen der im Abstand von jeweils zwei bis vier Wochen durchgeführten Betriebsbefragung.

Die Ergebnisse haben im Verlauf der Pandemie Aufschluss über jeweils aktuelle betriebliche Maßnahmen zum Umgang mit der Corona-Krise gegeben. In der ersten Welle mit Beteiligung der BAuA (durchgeführt im August 2020) lag der Fokus auf der betrieblichen Umsetzung des Infektionsschutzes. Es konnte gezeigt werden, dass die Mehrheit der Betriebe unter Einbezug der Betriebsleitungen frühzeitig Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen hat.

Die zweite Befragungswelle (im Oktober 2020) hat den Fokus auf das Homeoffice gelegt. Die Auswertungen haben schon frühzeitig nahegelegt, dass Homeoffice in Großbetrieben auch nach der Pandemie eine zunehmende Rolle spielen und die Arbeitsorganisation wie auch den Arbeitsschutz herausfordern wird.

Die dritte Befragungswelle (im Juni 2021) behandelte den betrieblichen Umgang mit psychischen Belastungen in der Covid-19 Krise. Dabei wurde deutlich, dass in der Pandemie vor allem der Kontakt mit externen Personen bei der Arbeit (Kundinnen und Kunden, Klientinnen und Klienten etc.) als Belastung wahrgenommen wurde.

Die vierte Befragungswelle (im August 2021) hat nochmals aktuelle Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen untersucht und nach Veränderungen im betrieblichen Arbeitsschutz nach der Pandemie gefragt. Es konnte gezeigt werden, dass der Arbeitsschutz in den Betrieben durch die Pandemie an Bedeutung gewonnen hat und viele Betriebe auch künftig planen, diesen bei wichtigen Entscheidungen stärker zu berücksichtigen.

In der Gesamtschau offenbaren die Ergebnisse einige Herausforderungen für den Arbeitsschutz auch nach der Pandemie. Besonders hervorzuheben sind Unterschiede zwischen verschiedenen Betriebsgrößen. Künftig sollten die spezifischen Bedarfe von KMU für die Umsetzung des Arbeitsschutzes noch stärker in den Fokus genommen werden.

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Fachgruppe 1.1 "Arbeitszeit und Organisation"

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