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Innovative Materialien und neue Produktionsverfahren: Sicherheit im Lebenszyklus und der industriellen Wertschöpfung

Beitrag der BAuA zum Projekt "Inno-Mat.Life"

Projektnummer: F 2480 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Gruppierungskonzepte können notwendige Informationen für den Vorgang der Risikobewertung für Materialien im Rahmen der Chemikalienregistrierung (REACH) vervollständigen, da Materialeigenschaften mithilfe analoger und gleich gruppierter Materialien vorhergesagt werden können. In InnoMat.Life wurden Methoden für die Risikobewertung und Gruppierung von Nanomaterialien gezielt für Nicht-Nanomaterialien eingesetzt und getestet, ob diese übertragbar sind.

Im vom BMBF geförderten Konsortialprojekt wurden drei Materialientypen verwendet, Polymere, faserförmige Materialien und Materialien komplexer Morphologie. Der Forschungsschwerpunkt der BAuA lag auf den faserförmigen Materialien. Es wurde ein Schema für die Einstufung von Fasereigenschaften erstellt, die die Aspekte des Risikos beeinflussen, also das Expositions- und das Gefährdungspotential. Dieses Schema dient als Grundlage für die Risikogruppierung  und wurde anhand einer Vielzahl von Fasermaterialien getestet. Es wurde die große Heterogenität von Fasern und die daraus folgende Verteilung des Risikos aufgezeigt. Es wurden zudem neue experimentelle Ansätze entwickelt, um methodologische Lücken für die Materialtestung zu schließen. Herauszustellen ist hier die Entwicklung einer Technik der Aerosolselektierung, mithilfe derer geeignete Testaerosole aus faserförmigen Materialien generiert werden können. Insbesondere die so ermöglichte Kontrolle über die Menge der wirkrelevanten Fasern in einer Faserdosis bringt für toxikologische Studien eine Qualitätsverbesserung. Zudem wurden in-vitro-Alternativen für Tierversuche entwickelt und dahingehend getestet, ob mit ihnen die Pathologie potentiell krebserregender Fasern ebenfalls charakterisiert werden kann.

In Folge des Projekts wurden weitere Projekte initiiert, die die Entwicklungsarbeiten an den Methoden mit dem Ziel fortführen, diese in neu formulierte und ergänzte Richtlinien zur Prüfung von Chemikalien der OECD einfließen zu lassen.

Kontakt

Fachgruppe 4.5 "Partikelförmige Gefahrstoffe, Innovative Materialien"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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