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Molekularbiologische Differenzierung lebender und toter Biostoffe und die Erfassung der Tenazität von Biostoffen im luftgetragenen Zustand

Projektnummer: F 2426 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Insbesondere die aktuellen Fragen zur Übertragung von SARS-CoV-2 über die Luft zeigen, dass Ausbreitungsprognosen für biologische Arbeitsstoffe von ihren Quellen sehr wichtig sind, um Infektionsrisiken aber auch sensibilisierende und toxische Expositionen abschätzen zu können.

Ausbreitungsprognosen für Bakterien basieren bislang auf kultivierungsabhängigen Ansätzen, indem entweder Messungen vor Ort oder Ausbreitungsrechnungen auf der Basis kultivierungsabhängiger Ergebnisse zur Quellstärke durchgeführt werden.

Die im Projekt erzielten Ergebnisse zeigen, dass die kultivierungsabhängigen Untersuchungen bei Weitem nicht ausreichen, um das Ausbreitungsgeschehen, z.B. von Bakterien der Gattung Staphylococcus (Leitparameter für Bioaerosole in Tierhaltungsanlagen), aus ihrer Quelle zu ermitteln. Diese Beobachtung waren nur durch die Anwendung molekularbiologischer und biochemisch/mikroskopischer Methoden, die im Laufe des Projekte zur Differenzierung von lebenden und toten biologischen Arbeitsstoffe etabliert wurden. Bei der verwendeten Staphylococcus Art zeigte sich, dass im simulierten luftgetragenen Zustand, der Verlust der Kultivierbarkeit deutlichvor dem Eintreten des Zelltodes eintritt.

Auf Basis der für unterschiedliche klimatische Bedingungen festgestellten Halbwertszeiten zur Überlebensfähigkeit und Kultivierbarkeit der Leitbiostoffe konnten, gemeinsam mit dem Landesamt für Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen, Ausbreitungsprognosen ermittelt bzw. verbessert werden. Für zukünftige Untersuchungen wird grundsätzlich empfohlen, die neu etablierten Untersuchungsmethoden bei Ausbreitungsmessungen einzuführen, um detailliertere Aussagen zum Ausbreitungsverhalten auch für viele weitere Biostoffe zu erhalten. Die erzielten Ergebnisse zeigen, dass die Methoden im Bereich der Normung für Arbeitsplatzmessung genutzt werden können.

Kontakt

Fachgruppe 4.7 "Biologische Arbeitsstoffe"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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