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Nachweis luftgetragener Biostoffe unter schwierig zu erfassenden Belastungssituationen - Hintergrundmessung und Ausschluss inhibitorischer Substanzen

Projektnummer: F 2383 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Das Interesse gegenüber luftgetragenen Mikroorganismen gewinnt zunehmend an Bedeutung, da ihre Stoffwechselprodukte bzw. Bestandteile als Ursache für gesundheitliche Beeinträchtigungen von Beschäftigten, die (z. B. in Kompostier- und Tierhaltungsanlagen) mit mikrobiell besiedeltem Material umgehen, vermehrt diskutiert werden. Dasselbe gilt für Anwohner solcher Anlagen. Aus diesem Grund müssen die Risiken, die aus der Exposition gegenüber luftgetragenen Mikroorganismen entstehen, untersucht und bewertet werden.

Für die Risikobewertung von Bioaerosolen ist in diesem Zusammenhang ein Vergleich mit "unbeeinflusster" Außenluft als Hintergrundreferenz notwendig. Die qualitative Untersuchung der Außenluft kann jedoch aufgrund der geringen Mengen an mikrobiellem Material eine Herausforderung darstellen.

Daher zielte dieses Projekt darauf ab, die Hintergrunduntersuchungen von Bioaerosolen zu verbessern. Außerdem sollten Parameter ermittelt werden, die die mikrobielle Konzentration und Zusammensetzung der Außenluft beeinflussen. Hierfür wurden i) die Extraktion von DNA, ii) deren Quantifizierung iii) der Einsatz der digitalen PCR und iv) die Metagenomanalyse erfolgreich etabliert. Anschließend wurden tägliche Hintergrund-Bioaerosol-Analysen in Kombination mit der Überwachung verschiedener meteorologischer und Luftqualitätsparameter über ein Jahr an drei verschiedenen ländlichen Standorten analysiert.

Ein deutlicher saisonaler Rückgang der Bakterienkonzentration in der ländlichen Außenluft wurde im Winter und im Frühjahr beobachtet. Gleichzeitig nahm jedoch der Anteil der bakteriellen DNA an der Gesamt-DNA in der Luft im Winter und im Frühjahr zu. Eine ausgeprägt negative Korrelation wurde zwischen der Bakterienkonzentration und der Luftfeuchtigkeit zu allen Jahreszeiten festgestellt. Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Bakterien in der untersuchten ländlichen Außenluft hauptsächlich tierischen Ursprungs waren. Die Konzentrationen lagen jedoch deutlich unter denen, die an landwirtschaftlichen Arbeitsplätzen oder in den Abluftkaminen von industriellen Tierhaltungsanlagen gefunden werden.

Die Ergebnisse dieses Projekts tragen dazu bei, die Quellen der sich in der Luft befindlichen Bakterien sowie die Faktoren, die die Mikroorganismen in der Außenluft beeinflussen, zu ermitteln und damit das Risiko gegenüber Bioaerosolexpositionen am Arbeitsplatz besser einzuordnen.

Kontakt

Fachgruppe 4.7 "Biologische Arbeitsstoffe"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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