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Arbeitsplatzbelastungen bei der Verwendung von bioziden Produkten: Messungen zur inhalativen und dermalen Exposition bei der Ausbringung von Biozidschäumen

Projektnummer: F 2366 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. (FhG) Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 31. Januar 2019

Projektbeschreibung:

Durch die Entwicklung neuer Biozidprodukte wie zum Beispiel kombinierter Desinfektionsreiniger kommen vermehrt großflächige Schaumanwendungen von Bioziden im professionellen Bereich als Alternative zu Sprühanwendungen zum Einsatz. Die Hersteller solcher Produkte heben in ihren Produktinformationen die besondere Anwendungssicherheit der Schaumapplikation hervor. Oft wird behauptet, durch das Verschäumen komme es nicht zu einer Verneblung von Wirkstoffen und es bestehe im Gegensatz zur Sprühanwendung keine Gefahr des Einatmens von Aerosolen. Im Rahmen einer vorangegangenen Recherche zu Biozidschäumen im Auftrag der BAuA wurde anhand weniger qualitativer Messungen gezeigt, dass es beim Ausschäumen von Biozidprodukten zu einer Freisetzung von Aerosolen kommt, auch wenn diese im Vergleich zum Versprühen des identischen Produkts geringer zu sein scheint. Für Sprühanwendungen existieren umfangreiche Messwerte aus Expositionsmessungen am Arbeitsplatz. Es gibt außerdem etablierte Modelle zur Abschätzung der Exposition. Für Schaumanwendungen liegen solche Informationen zur inhalativen und dermalen Exposition nicht vor. Deshalb wird im Rahmen des Biozidzulassungsverfahrens die Exposition von Schaumanwendungen auf der Basis von Modellen für Sprühanwendungen abgeschätzt. Hierbei besteht das Risiko die tatsächliche Exposition zum Nachteil des Antragstellers zu überschätzen.

Ziel dieses Projektes ist es einen Datensatz zur inhalativen und dermalen Exposition beim Verschäumen von Biozidprodukten zu erzeugen. Auf Basis dieser Daten soll es möglich sein, die Exposition beim Ausbringen von Biozidschäumen quantitativ abzuschätzen. Zudem können die Daten für die Entwicklung entsprechender Expositionsmodelle verwendet werden. Zum einen sollen vergleichende Messungen der Aerosolfreisetzung beim Verschäumen und Versprühen von Bioziden durchgeführt werden. Beim Vorliegen einer möglichen Korrelation soll es möglich sein, die Expositionshöhe beim Verschäumen eines Biozids aus möglicherweise vorhandenen Daten zur Sprühanwendung abzuschätzen. Zudem soll die dermale und inhalative Exposition beim Ausbringen von Biozidschäumen mit personengetragenen Methoden an Probanden gemessen werden. Die Messergebnisse dienen zur quantitativen Beurteilung der dermalen und inhalativen Exposition beim Ausbringen von Biozidschäumen.

Kontakt

Fachgruppe 4.1 "Expositionsszenarien"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070