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MEGAPHYS - Mehrstufige Gefährdungsanalyse physischer Belastungen am Arbeitsplatz

Projektnummer: F 2333 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) - Für die BAuA:
Ergonomieberatung Ulf Steinberg,
Institut für Arbeitsmedizin, Sicherheitstechnik und Ergonomie (ASER), Wuppertal,
ArbMedErgo Hamburg, Prof. Dr. med. Bernd Hartmann; - Für das IFA:
Institut für Arbeitswissenschaft der Technischen Universität Darmstadt (IAD),
Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo)
Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Die physische Belastung am Arbeitsplatz wird auch in Zukunft nicht vernachlässigbar sein, obwohl der technische Fortschritt die Arbeitsbedingungen verändert und zu einer Verringerung der Belastung beitragen kann. Körperliche Belastungen können insbesondere zu Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems führen. Daraus ergeben sich hohe volkswirtschaftliche Kosten durch Produktionsausfall und weitere Ausgaben, beispielsweise für medizinische Versorgung oder Rehabilitation.

Die Gefährdungsbeurteilung ist ein wirksames Instrument für die Prävention. Es bestand Bedarf an einem abgestimmten Inventar von Methoden zur Gefährdungsbeurteilung mit unterschiedlichem Detailierungsgrad. Hierfür kooperierten die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und die Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) im Projekt MEGAPHYS. Die entwickelten Instrumente reichen über vier Ebenen von Speziellen Screeningmethoden (Leitmerkmalmethoden) und Experten-Screenings bis zu messtechnischen Analysen mit dem CUELA-System und Laborsimulationen.

Die Screening-Verfahren basieren auf den sechs im Projekt definierten Belastungsarten: Heben, Halten und Tragen; Ziehen und Schieben; Manuelle Arbeitsprozesse; Ausübung von Ganzkörperkräften; Körperzwangshaltung und Körperfortbewegung. Unter Federführung der BAuA wurden die Leitmerkmalmethoden für diese Belastungsarten neu- und weiterentwickelt. Die messtechnischen Analysen verwenden Bewertungen, die sich auf Körperregionen beziehen. Über ein gemeinsames Risikokonzept und ein Wirkungsmodell wird die Verbindung zwischen den Methodenebenen hergestellt.

Die Methoden wurden umfassend validiert. Unter anderem wurden in einer Feldstudie die Belastungsbedingungen an etwa 200 Arbeitsplätzen analysiert und bewertet und mehr als 800 Beschäftigte befragt und medizinisch untersucht. So wurden die Beziehungen zwischen der Risikoabschätzung und den beobachteten Gesundheitsbeeinträchtigungen untersucht.

Die Projektergebnisse und Methoden werden in zwei Bänden publiziert. Der Band 1 steht auf dieser Seite zum Download zur Verfügung. Band 2 wird von der DGUV herausgegeben und ist in Vorbereitung. Eine breite Anwendung der Methoden wird Hinweise für einen eventuellen weiteren Erprobungs- und Entwicklungsbedarf ergeben.

Publikationen

Kontakt

Fachgruppe 3.1 "Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070