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Arbeitsbedingte Risikofaktoren für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems

Projektnummer: F 2235 Projektdurchführung: Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Die Gutenberg-Heart-Studie stellt eine große prospektive Kohortenstudie zur Entwicklung eines neuen Risikoscores für kardiovaskuläre Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung der subklinischen Atherosklerose und genetischer Dispositionen dar. Einbezogen werden ab Januar 2007 etwa 15.000 Personen (Alter 35 bis 74 Jahre) im Raum Mainz. Im Rahmen dieser Studie (Gesamt-Fördervolumen >10 Mill. Euro) besteht unter Beteiligung der BAuA die Möglichkeit, als "Nebenfragestellung" der Bedeutung arbeitsbezogener Risikofaktoren an einem großen repräsentativen Kollektiv nachzugehen. So soll zum einen der Frage nach dem Zusammenhang zwischen psychosozialen Belastungen und arterieller Hypertonie nachgegangen werden; zum Einsatz kommen das bereits in anderen BAuA-Projekten evaluierte modifizierte COPSOQ-Instrument (Copenhagen Psychosocial Questionnaire) sowie das von Siegrist entwickelte ERI-Instrument (Effort-Reward-Imbalance). Zum anderen soll der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Nachtschichtarbeit und arterieller Hypertonie nachgegangen werden; dabei können Confounding-Effekte ebenso wie Interaktionseffekte zwischen Nachtschichtarbeit und anderen Faktoren untersucht werden. Die psychosoziale Belastung wird für den aktuellen Beruf mit einem selbst auszufüllenden Fragebogen erhoben. Die Dauer der Nachtschichtarbeit wird in einem computergestützten Interview (CAPI) für die gesamte Arbeitsanamnese erhoben, so dass auch die kumulative Dauer der Nachtschichtarbeit auf ihren Zusammenhang mit der arteriellen Hypertonie hin untersucht werden kann. Als weitere potenzielle Einflussfaktoren auf eine arterielle Hypertonie werden die Tätigkeit in einzelnen Berufsgruppen sowie der Bezug einer Erwerbsminderungsrente untersucht. Neben der arteriellen Hypertonie werden auch ein prävalenter Diabetes mellitus sowie eine eingeschränkte Variabilität der Pulsfrequenz (Heart rate variability) als Outcome-Parameter der Querschnittsuntersuchung in die Analyse einbezogen.

Die Studie wird zunächst als Querschnittsstudie aufgebaut, d.h. Analysen erfolgen mit den Befragungsdaten der Basiserhebung und den ebenfalls zu Studienbeginn ermittelten kardio-vaskulären Parametern. Bei späterem Vorliegen der prospektiven Daten kann zusätzlich in einer längsschnittlichen Analyse geprüft werden, inwieweit berufliche Belastungen als Risikofaktoren für zeitlich nachgelagerte Krankheits- oder Todesereignisse gelten können.

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Fachgruppe 3.1 "Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen"

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