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24. Dresdner Arbeitsschutz-Kolloquium "Körperlich schwer arbeiten - auch bis zur Rente?"

Dokumentation zum Kolloquium vom 25.11.2015, veranstaltet von der BAuA in Dresden

Ob im Bau, in der Pflege oder in Transport und Logistik - schwere körperliche Arbeit gehört noch immer zum Alltag vieler Beschäftigter. Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen können als gesundheitliche Folgen auftreten. Studien der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigen, dass gerade körperliche Belastungsfaktoren das Risiko von Arbeitsunfähigkeit und vorzeitigem Renteneintritt erhöhen.

Vor diesem Hintergrund fand am 25. November 2015 das 24. Dresdner Kolloquium statt. Am BAuA-Standort Dresden tauschten sich sowohl Wissenschaftler als auch verschiedene Arbeitsschutzakteure über Maßnahmen und Möglichkeiten zum Schutz körperlich schwer arbeitender Beschäftigter aus. Der demografische Wandel erfordere umfassende Präventionsmaßnahmen, sagte Psychologin Dr. Beate Beermann in ihrer Begrüßung. Dazu gehörten sowohl Verhältnisprävention in Form von Arbeitsplatzgestaltung und -organisation als auch Verhaltensprävention.

Im Alter nimmt die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage am stärksten zu. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement sollte deshalb sowohl Angebote zur Vorsorge als auch individuelle arbeitsmedizinische Beratungen umfassen. Präventive Maßnahmen sollten in Zukunft zielgerichteter und koordinierter einzusetzen. Dazu bedarf es einer Strukturanalyse, einer Gefährdungsbeurteilung und einer Bedarfsanalyse. Denn mit dem Älterwerden verändern sich auch die persönlichen Ressourcen. Da jeder Mensch individuell altert, sollten persönlicher Leistungswandel und Arbeitsgestaltung in Einklang gebracht werden.

Ein weiteres Problem ist die Akzeptanz von Hilfsmitteln. Um sie erfolgreich und effizient einzusetzen, müssen sie in die Arbeitsabläufe und in die Organisation eingepasst werden. Betriebsspezifische Kursangebote zum Umgang mit Hilfsmitteln sowie spezielle Trainingsangebote können die Integration der Hilfsmittel in den Arbeitsablauf verbessern und so die Gesundheit der Mitarbeiter fördern.

Der Austausch von Wissenschaft und Praxis beim Dresdener Arbeitsschutz-Kolloquium zeigte, dass wirksame Prävention in den meisten Fällen individueller betrieblicher Ansätze bedarf. Dabei sollten die Bedürfnissen der Beschäftigten, die Aufgabenbereiche und die Möglichkeiten des Unternehmens in Einklang gebracht werden.

Nachfolgend finden Sie das Programm und die Vorträge.

Programm (PDF, 206KB)

Berufsspezifische Muskel-Skelett-Erkrankungen in Deutschland (PDF, 2MB)
Dr. Falk Liebers, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Körperlich schwere Arbeit belastet Ältere stärker (PDF, 593KB)
Dr. Götz Richter, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung - Ansatzpunkte für ein langes Arbeitsleben (PDF, 448KB)
Inga Mühlenbrock, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Physische Belastungen in der Bauwirtschaft (PDF, 251KB)
Stephan Gabriel, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Prävention von Rückenbeschwerden in der professionellen Pflege (PDF, 399KB)
Hanka Jarisch, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Dr. Ulrike Rösler, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Präventionsansätze aus der Transport- und Verkehrswirtschaft: Körperlich schwer arbeiten - auch bis zur Rente? (PDF, 2MB)
Martin Küppers, Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr)

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