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Vergleichende Untersuchung zur Exposition von Arbeitnehmern und Dritten bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mittels Sprühanwendungen

Biozidprodukte, die zur chemischen oder biologischen Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) eingesetzt werden sollen, müssen entsprechend der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 zugelassen werden. Im Rahmen der Produktzulassungen werden Expositionsszenarien für die Sprühanwendung dieser Mittel bewertet.

Bislang standen jedoch keine detaillierten Informationen über den Ablauf dieser Applikationen und die daraus resultierende Exposition der Arbeitnehmer sowie unbeteiligter Dritter für die Bewertung zur Verfügung. Neben einer inhalativen ist dabei auch von einer dermalen Belastung auszugehen. Die Sprühanwendungen, die bei der EPS-Bekämpfung mit Biozidprodukten erfolgen, unterscheiden sich erheblich von Anwendungsszenarien mit z. T. identischen Ausbringgeräten im Pflanzenschutzmittelbereich. Eine Bewertung auf Basis der im Pflanzenschutzmittelbereich etablierten Expositionsmodelle wäre daher mit großen Unsicherheiten behaftet.

Ziel des Projektes war die Erfassung der jeweils potenziellen dermalen und inhalativen Exposition von Beschäftigten bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mittels Sprühanwendungen. Darüber hinaus wurde auch die mögliche Exposition unbeteiligter Dritter untersucht. Zu diesem Zweck wurden in den Jahren 2014 und 2015 schädlingsbekämpfende Firmen bei der Ausbringung von diflubenzuronhaltigen Insektiziden messtechnisch begleitet. Die Ausbringung des Insektizids erfolgte mit Aufsattelsprühgerät und mit handgeführtem Motorsprühgerät.

Die im Rahmen der Feldstudien ermittelten Messergebnisse wurden systematisch hinsichtlich Art der Sprühanwendung und Tätigkeit zusammengefasst und ausgewertet. Hierbei wurden neben den Sprühanwendungen selbst auch das Abwiegen und Portionieren des Granulats, das Anmischen der Sprühbrühe an den Einsatzorten sowie Reinigungsarbeiten erfasst. Die so erhaltenen validen Daten bilden eine verlässliche Basis für die Zulassung von Biozidprodukten unter der EU-Verordnung.

Bibliografische Angaben

A. Schäferhenrich, A. Baumgärtel, M. Roitzsch, F. Burgmann, K. Ludwig-Fischer, C. Großkopf, T. Göen, R. Hebisch, U. Schlüter:
Vergleichende Untersuchung zur Exposition von Arbeitnehmern und Dritten bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mittels Sprühanwendungen. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2017. Seiten 176, Projektnummer: F 2343, Papier, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:bericht20170711

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Forschungs­projekte

ProjektnummerF 2343 StatusAbgeschlossenes Projekt Vergleichende Untersuchung zur Exposition von Arbeitnehmern und Dritten bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mittels Sprühanwendungen

Zur Projektbeschreibung : Vergleichende Untersuchung zur Exposition von Arbeitnehmern und Dritten bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mittels Sprühanwendungen …