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Vibrationen

Unter Vibrationen werden mechanische Schwingungen verstanden, welche von anderen Körpern an den Kontaktstellen auf den menschlichen Körper übertragen werden. Abhängig von der Einleitungsstelle der Vibrationen wird zwischen Ganzkörper-Vibrationen (Einleitung über Füße, Rücken oder Gesäß) und Hand-Arm-Vibrationen (Einleitung über die Hand) unterschieden. Je nach Intensität, Dauer und Häufigkeit der Exposition können die Ganzkörper-Vibrationen von Rückenschmerzen bis hin zu Schädigungen der Wirbelsäule führen. Bei langfristiger Einwirkung von Hand-Arm-Vibrationen können regenerative als auch degenerative Krankheitsbilder, wie Knochen- bzw. Gelenkschäden, Durchblutungsstörungen oder neurologische Erkrankungen die Folgen sein.

Zum Schutz der Beschäftigten vor solchen Gefährdungen konzentriert sich die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) auf Beiträge zur Umsetzung der LärmVibrationsArbSchV und damit auf die Fragen der Beurteilung von Gefährdungen durch sowie Messung von Vibrationen und vor allem technische Schutzmaßnahmen zur Einhaltung der Auslösewerte. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt dabei im Bereich der Hand-Arm-Vibrationen und hier vor allem auf dem Gebiet des technischen Schwingungsschutzes. Ziel des technischen Schwingungsschutzes ist die Vermeidung bzw. Verringerung der Schwingungseinwirkung in Arbeitsstätten und durch technische Arbeitsmittel sowohl auf den gesamten Körper des Menschen als auch auf das Hand-Arm-System. Dabei sind vorrangig Lösungen des Schwingungsschutzes an der Quelle anzustreben. Danach folgen die Maßnahmen, die die Schwingungsübertragung verringern. Schließlich sind Maßnahmen zur Isolation der Schwingungsquelle bzw. zur Isolation des Empfängers Mensch zu ergreifen.

Zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Vibrationen wurde im Jahr 2002 eine europäische Richtlinie erlassen, welche dann durch die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung in die nationale Gesetzgebung umgesetzt wurde.

Um den Betroffenen eine praktische Handlungshilfe zu geben, wurden die Handbücher zu Ganzkörper- und Hand-Arm-Vibration erstellt.

Zudem erschien im Jahr 2012 eine nationale DIN-Vornorm einschließlich User-Tool zur Beurteilung von stoßhaltigen Ganzkörper-Vibrationen. Dieses Tool ermöglicht Risikoabschätzungen für mögliche Schädigungen von Wirbelsäulenstrukturen basierend auf internen Kräften unter Verwendung von Finite-Elemente-Modellen.