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Sicherheitsdatenblatt

Sicherheitsdatenblätter liefern dem beruflichen Verwender von Chemikalien wichtige Informationen zu folgenden Merkmalen: Identität des Produktes, auftretende Gefährdungen, sichere Handhabung und Maßnahmen zur Prävention sowie im Gefahrenfall.

Die REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006, insbesondere Artikel 31 (Anforderungen an Sicherheitsdatenblätter) in Verbindung mit Anhang II (Leitfaden für die Erstellung des Sicherheitdatenblatts), beschreibt, welche Angaben im Sicherheitsdatenblatt (SDB) stehen sollen.

Mit Wirkung vom 1. Dezember 2010 erhält der Anhang II der REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 die Fassung von Anhang I der Verordnung (EU) Nr. 453/2010.

Spätestens ab dem 01.12.2012 müssen Sicherheitsdatenblätter den durch die Verordnung (EU) Nr. 453/2010 geänderten Anforderungen entsprechen. Die Übergangsregeln, dass Sicherheitsdatenblätter in bestimmten Fällen noch nicht den neuen Anforderungen entsprechen müssen, waren bis zum 01.12.2012 befristet.

Mit Wirkung vom 1. Juni 2015 erhält der Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 die Fassung des Anhangs der Verordnung (EU) Nr. 2015/830 vom 28. Mai 2015.

Unbeschadet des Artikels 31 Absatz 9 der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 dürfen Sicherheitsdatenblätter, die einem Abnehmer vor dem 1. Juni 2015 zur Verfügung gestellt wurden, weiterverwendet werden und müssen bis zum 31. Mai 2017 nicht dem Anhang der Verordnung 2015/830 entsprechen (Artikel 2 der Verordnung (EU) Nr. 2015/830).

Wenn Gemische, die noch nach Zubereitungs-Richtlinie etikettiert sind, abverkauft werden (noch bis 01.06.2017 erlaubt), werden (natürlich) noch Sicherheitsdatenblätter mitgeliefert, die genau dazu passen - also nicht nach der aktuellen Fassung des Anhangs II.

Die Erstellung von SDB auf der Grundlage der REACH-Verordnung ist in den "Leitlinien zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern" der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) erläutert. Sie enthält auch Hinweise auf Übergangsfristen für die Änderungen, die 2015 erforderlich werden.

Die Bekanntmachung 220 "Sicherheitsdatenblatt" des BMAS wurde im Juli 2015 aufgehoben.

Der Inverkehrbringer eines Produktes ist dafür verantwortlich, dass das Sicherheitsdatenblatt fachlich richtig und vollständig ausgefüllt ist. Wichtig ist, dass dieses Dokument regelmäßig an den aktuellen Stand des Wissens angepasst wird. Dies ist insbesondere der Fall, wenn neue Informationen Auswirkungen auf Risikomanagementmaßnahmen haben, neue Informationen über Gefährdungen verfügbar werden oder Zulassungen oder Beschränkungen erfolgt sind.

Die Erstellung eines Sicherheitsdatenblattes ist eine Herausforderung für jedes Unternehmen. Der Einsatz von Softwareprodukten kann den Unternehmer als Handlungshilfe unterstützen - die Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben liegt letztlich jedoch beim Inverkehrbringer.

Diese Internetseiten rund um das Thema "Sicherheitsdatenblatt" informieren Sie unter anderem über die Aktivitäten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und möchten Hilfestellung geben auf dem Weg zu guten Sicherheitsdatenblättern.

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