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Baustellenverordnung

Bauen ist durch eine hohe Spezialisierung der am Bau Beteiligten gekennzeichnet, die nur durch ihr komplexes Zusammenwirken Bauvorhaben erfolgreich realisieren können. Wesentliche Grundlage sowohl für sicheres und gesundes Arbeiten als auch für qualitätsvolles Bauen sind die Kommunikation zwischen den Beteiligten und die Koordinierung ihrer Tätigkeit. Europaweite Untersuchungen haben ergeben, dass ein wesentlicher Teil der Unfälle am Bau auf Planungsfehler und mangelnde Organisation zurückzuführen ist.

Die Vorschriften der Baustellenverordnung (BaustellV) zielen ab auf eine verstärkte Koordination der Bauabläufe und die frühzeitige Berücksichtigung von Arbeitsschutzbelangen bereits in der Planungsphase.

Als Veranlasser eines Bauvorhabens trägt der Bauherr die Verantwortung für das Bauvorhaben. Deshalb ist er zur Einleitung und Umsetzung der in der Baustellenverordnung verankerten baustellenspezifischen Arbeitsschutzmaßnahmen sowohl bei der Planung der Ausführung eines Bauvorhabens als auch bei der Koordinierung der Bauausführung verpflichtet.

Die Baustellenverordnung umfasst folgende Pflichten für den Bauherrn:

  • Berücksichtigung der allgemeinen Grundsätze nach § 4 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) bei der Planung der Ausführung des Bauvorhabens,
  • Ankündigung des Vorhabens bei der Behörde bei größeren Baustellen,
  • Bestellung eines Koordinators, wenn mehrere Arbeitgeber auf der Baustelle tätig werden,
  • Erarbeitung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes bei größeren Baustellen und/oder bei besonders gefährlichen Arbeiten,
  • Zusammenstellung einer Unterlage für spätere Arbeiten an der baulichen Anlage.

Regeln zum Arbeitsschutz auf Baustellen (RAB) konkretisieren die Baustellenverordnung. Praxishilfen und Informationen unterstützen die Umsetzung.

Die Einführung und Umsetzung der Baustellenverordnung wurde durch Aktionen und Arbeitsprogramme begleitet, z. B. das Arbeitsprogramm Bau- und Montagearbeiten der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA).