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Ausbildung und Bestellung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit

Ausbildungskonzeption und Voraussetzungen einer Bestellung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit

Die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) wird im Rahmen von Ingenieurstudiengängen oder in sogenannten Sifa-Lehrgängen durchgeführt. Durch diese Studien- oder Lehrgänge kann die "sicherheitstechnischen Fachkunde" erworben werden. Für eine Bestellung reicht dies jedoch nicht aus, denn die Basisqualifikation als Meister/in, Techniker/in oder Ingenieur/in ist nach dem Arbeitssicherheitsgesetz eine weitere Voraussetzung, um als Fachkraft für Arbeitssicherheit tätig werden zu können.

Die Ausbildungskonzeption der Sifa-Lehrgänge

Neben der praxisorientierten Vermittlung zeitgemäßer Arbeitsschutzinhalte sind die Sifa-Lehrgänge vor allem durch ihren modularen Aufbau gekennzeichnet. Durchgeführt werden sie aktuell noch nach der Konzeption aus dem Jahre 2001. Unter Beteiligung der BAuA entwickelt die DGUV diese Konzeption der Sifa-Lehrgängen derzeit allerdings weiter. Das weiterentwickelte Ausbildungsmodell wird voraussichtlich 2019 fertiggestellt sein. Die gültigen Rahmenbedingungen, Inhalte und die Struktur der Sifa-Ausbildung fasst der DGUV Report 2/2012 in einem Kompendium zusammen. Besonderheiten für den Bereich der Hochschulen sind in der Schrift "Die Ausbildung von Fachkräften für Arbeitssicherheit an Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen" (Stand: 2006) zusammengefasst.

Anerkennungsfreie und staatlich anerkannte Anbieter von Sifa-Lehrgängen

Sifa-Lehrgänge, die in Ingenieurstudiengänge integriert sind oder an Hochschulen absolviert werden können sowie die Sifa-Lehrgänge der Berufsgenossenschaften bedürfen, da es sich um Lehrgangsangebote staatlicher bzw. öffentlich-rechtlicher Stellen handelt, keiner gesonderten staatlichen Anerkennung. Anders verhält sich dies bei freien Bildungsträgern, die ebenfalls Sifa-Lehrgänge anbieten. Zuständig für deren Anerkennung sind in der Regel die obersten Arbeitsschutzbehörden der Bundesländer. Eine Liste der anerkannten Sifa-Lehrgänge in Deutschland finden Sie unter "weitere Informationen".

Die Sifa-Ausbildung als Fernlehrgang

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) führt eine gleichwertige Ausbildung in Form eines Fernlehrgangs mit 11 Präsenztagen durch. Informationen hierzu sind in zwei Broschüren GUV 80.0 "Die Fachkraft für Arbeitssicherheit - Zeitgemäßer Arbeitsschutz", GUV 80.2 "Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit - Fernlehrgang mit Präsenzphhasen bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung" und im Faltblatt GUV 80.1 "Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit" enthalten.

Hinweise zu den Voraussetzungen, die nach erfolgreichem Abschluss eines Sifa-Lehrgangs zusätzlich für eine Bestellung benötigt werden

Über Termine, Kosten, Ablauf und Inhalt der Sifa-Lehrgänge informiert der jeweilige Bildungsträger. Interessentinnen und Interessenten, die bis zur geplanten Übernahme der betrieblichen Funktion als Fachkraft für Arbeitssicherheit nicht über eine der nach § 7 Absatz 1 Satz 2 ASiG in Verbindung mit § 4 Absatz 2 DGUV Vorschrift 2 vorgesehenen Basisqualifikationen (Ingenieur/in, Meister/in oder Techniker/in) verfügen, sind i.d.R. vom Bildungsträger auf Einschränkungen des späteren beruflichen Einsatzes als Fachkraft für Arbeitssicherheit hinzuweisen. Diese Einschränkungen können in einer Beschränkung des Zuständigkeitsbereichs - beispielsweise nur für eine Abteilung des Unternehmens - oder in Befristungen bestehen.
Von den oben genannten Basisqualifikationen als Grundanforderungen für eine Bestellung als Fachkraft für Arbeitssicherheit darf ein Arbeitgeber nur mit einer Ausnahmegenehmigung der zuständigen Arbeitsschutzbehörde abweichen. Ausnahmen nach § 7, Absatz 2 ASiG können darüber hinaus nur für die Bestellung von Personen mit akademischem Abschluss erteilt werden. Der entsprechende Antrag ist im Einzelfall vom Arbeitgeber zu stellen.