Stoffbelastungen im Kraftfahrzeuggewerbe

In 13 deutschen Kfz-Werkstätten wurden die inhalative und die dermale Exposition von Beschäftigten gegenüber Arbeitsstoffen und der Stand der Sicherheitstechnik ermittelt. Die Belastungen durch Lösemitteldämpfe - hauptsächlich Kohlenwasserstoffe - lagen durchschnittlich bei etwa 5 % des Gemisch-Grenzwertes (TRGS 403). Auch die Belastungen durch Schweißrauch und Stäube hielten sich in Grenzen. Bei kurzzeitigen Belastungsspitzen sollten mobile Absaugungen eingesetzt werden. In Pkw-Werkstätten besteht Handlungsbedarf wegen der Kohlenmonoxid-Belastungen (personenbezogene Schichtmittelwerte: 1-50mg/m³ CO, Median: 19 mg/m³ , n = 25). In der kälteren Jahreszeit kam es in 4 von 10 Betrieben zu Grenzwertüberschreitungen. Ursache sind Fahrzeugbewegungen in der Halle. CO ist eine geeignete Leitkomponente für die Arbeitsplatzüberwachung und die Steuerung von Lüftungsanlagen. In Lkw-Werkstätten überschritten 10 % der Meßergebnisse den Grenzwert von 0,2 mg/m³ für krebserzeugende Dieselmotoremissionen (DME), weitere 33 % lagen über der Hälfte des Grenzwertes. Bei der Abgasuntersuchungen von Fahrzeugen mit Otto- oder Dieselmotor wurden die Kurzzeitwerte eingehalten. Dermale Belastungen betrafen überwiegend die Hände der Kfz-Mechaniker. Im Pkw-Bereich betrug ihre Dauer häufig 5 - 10 oder 45 - 60 Minuten, bei Arbeiten an Lkw auch deutlich länger.

Bibliografische Angaben

Titel:  Stoffbelastungen im Kraftfahrzeuggewerbe. .

Verfasst von:  J. Auffarth, R. Hebisch, K.-H. Rentel

1. Auflage.  Bremerhaven:  Wirtschaftsverlag NW Verlag für neue Wissenschaft GmbH, 1997. 
(Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Gefährliche Arbeitsstoffe , GA 50)

ISBN: 3-89429-870-7, Seiten: 136, Papier

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