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Machbarkeitsstudie für BIM-basierte Planungshilfen für Arbeitsstätten

Der Planung von gut gestalteten, sicheren und gesunderhaltenden Arbeitsstätten kommt unter Beachtung des Arbeitsstättenrechts eine wichtige Rolle zu. Nicht selten ist dabei jedoch festzustellen, dass Vorgaben des Arbeitsstättenrechts unbeachtet bleiben. Ursachen dafür sind häufig unkonkrete oder sich ändernde Planungsziele, Unkenntnis, fehlende Informationen bei Planern, unkoordinierte Planungsänderungen, mangelhaft umgesetzte Planprüfprozesse und fehlende Abnahmeprozedere. An dieser Stelle setzt die Idee von BIM-basierten Planungshilfen für Arbeitsstätten an.

Die fortschreitende Digitalisierung der Planung und Ausführung von Bauleistungen schafft die Grundlage für ein digitales Abbild von Zuständen baulicher Anlagen und Prozessen ("digitaler Zwilling"). Mit Hilfe dieser Daten wird es zunehmend besser möglich sein, durch deren computergestützte Auswertung neues Wissen zu generieren. Die damit verbundenen Potenziale können für neue Dienstleistungen und unterstützende Assistenzsysteme, z. B. im Kontext der hier gegenständlichen BIM-basierten Planungshilfen für Arbeitsstätten, genutzt werden.

Im Rahmen der Untersuchungen konnte einerseits der grundsätzliche Bedarf an unterstützenden Assistenzsystemen bestätigt und inhaltlich konkretisiert werden. Andererseits konnten in diesem Zusammenhang weiterer, über die hier gegenständliche Fragestellung hinausgehender Handlungsbedarf sowie nennenswerte Wirkbereiche zur Verbesserung der vorgenannten Defizite eruiert werden. Konkret wurden unter Beachtung unterschiedlicher Anwenderperspektiven drei hauptsächliche Einsatzgebiete identifiziert:

  • Information, Aufklärung und praxisnahe Bereitstellung von Wissen,
  • (teil-)automatisierte Unterstützung durch beratende und prüfende Assistenzsysteme während der Planungsphase und
  • (teil-)automatisierte Prüfung digitaler Planunterlagen (BIM-Modell) auf arbeitsstättenrechtliche Belange.

Spezifische Insellösungen methodisch vergleichbarer Planungshilfen zeigen die grundsätzliche Machbarkeit dieser Idee. Voraussetzung für die Umsetzung BIM-basierter Planungshilfen ist vor allem die möglichst vollständige Übersetzung der Vorgaben des Arbeitsstättenrechts in numerisch verarbeitbare Datenstrukturen. In der Machbarkeitsstudie werden dazu konkrete Anforderungen und Handlungsempfehlungen gegeben, die zur Umsetzung vorgenannter Planungshilfen führen. Weiterführend werden mögliche Anwendungsszenarien beispielhaft demonstriert.

Bibliografische Angaben

J. Otto, P. Maiwald, M. Schmauder:
Machbarkeitsstudie für BIM-basierte Planungshilfen für Arbeitsstätten. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2021. Seiten 125, Projektnummer: F 2471, Papier, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:bericht20210202

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Forschungs­projekte

ProjektnummerF 2471 StatusAbgeschlossenes Projekt Machbarkeitsstudie für BIM-basierte Planungshilfen für Arbeitsstätten

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