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Informations­flut am Arbeitsplatz - Umgang mit großen Informations­mengen vermittelt durch elektronische Medien

In diesem Abschlussbericht sind die Befunde des Projekts "Informationsflut am Arbeitsplatz - Umgang mit großen Informationsmengen vermittelt durch elektronische Medien" dargestellt.

Das Projekt zielte auf die Ermittlung der Bedingungen und beanspruchungsbezogenen Wirkungen von erlebter Informationsflut (i.S.v. Informationsüberlastung) beim Umgang mit großen Informationsmengen, die bei der Arbeit mit digitalen Medien auftreten. Die Studie wurde im Dienstleistungsbereich (Verwaltung, IT-Entwicklung und -Service sowie Forschung und Entwicklung) durchgeführt. Gewählt wurde ein multimethodales Vorgehen, das einen systematischen Literaturreview, eine Interview-, eine Befragungs- und eine Tagebuchstudie sowie 18 betriebliche Gestaltungsworkshops und einen betrieblich übergreifenden Workshop mit betrieblichen Vertretern umfasste. Merkmale am Arbeitsplatz mit Einfluss auf die Informationsüberlastung, sind (a) die Menge der für die Tätigkeitsdurchführung relevanten Informationen, (b) die Auftragsmenge, die aus den Informationen resultiert, (c) Unterbrechungen durch eintreffende Informationen und (d) die Qualität der Informationen (z. B. Verständlichkeit). Weiter bestimmen Anforderungen aus Arbeitsaufgabe und der Arbeitsorganisation das Informationsaufkommen, wie die Auftragsvielfalt, die zeitliche Parallelität von Aufträgen, die Zeitbindung und die Organisation der Zusammenarbeit mit anderen Personen. Daneben zeigen auch die Art und Vielfalt der eingesetzten digitalen Medien, die organisationalen Umgangsweisen (z. B. die Informationsverteilung im Unternehmen) und individuelles Verhalten der Beschäftigten Zusammenhänge mit Informationsüberlastung.

Informationsüberlastung lässt sich als ein multikausal verursachtes Phänomen verstehen, das Auswirkungen auf das Befinden und die Arbeitsleistung hat. Mit den betrieblichen Partnern ließen sich 12 Handlungsfelder ermitteln, auf deren Basis organisationale und informationstechnologische sowie individuelle Gestaltungsansätze entwickelt wurden.

Die Gestaltungsansätze für einen adäquaten Umgang mit Informationen bei Nutzung digitaler Medien folgen dem Leitgedanken einer menschengerechten Arbeitsgestaltung. Insbesondere die verhältnispräventive Gestaltung wird hervorgehoben ohne deren Verbindung zu verhaltenspräventiven Ansätzen zu vernachlässigen.

Bibliografische Angaben

A. Piecha, W. Hacker:
Informations­flut am Arbeitsplatz - Umgang mit großen Informations­mengen vermittelt durch elektronische Medien. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2020. Seiten 187, Projektnummer: F 2373, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:bericht20201019

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Forschungs­projekte

ProjektnummerF 2373 StatusAbgeschlossenes Projekt Informationsflut am Arbeitsplatz - Umgang mit hohen Informationsmengen vermittelt durch elektronische Medien (E-Mail, Internet)

Zur Projektbeschreibung : Informationsflut am Arbeitsplatz - Umgang mit hohen Informationsmengen vermittelt durch elektronische Medien (E-Mail, Internet) …

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