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Staubbelastungen an Arbeitsplätzen in Müllverbrennungsanlagen

Vom Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) wurde im Frühjahr 2001 für die alveolen-gängige Staubfraktion ein Arbeitsplatzgrenzwert von 3 mg/m³ festgelegt; für gesondert benannte Bereiche galten als Ausnahme 6 mg/m³. Zusätzlich trat zum 01.04.2004 ein Arbeitsplatzgrenzwert von 10 mg/m³ für die einatembare Staubfraktion in Kraft.

Eine der Branchen, die als Ausnahmen aufgenommen wurden, waren Kraftwerke. Seitens der Betreiber von Müllverbrennungsanlagen (MVA) bestand von Anfang an großes Interesse an einer Klärung dieser Situation und einer branchenübergreifenden Beschreibung der Staubbelastungen. Von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wurden daher gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen PROBIOTEC GmbH umfangreiche Arbeitsplatzmessungen in den verschiedenen Arbeitsbereichen von Müllverbrennungsanlagen durchgeführt.

Am Untersuchungsprogramm beteiligten sich 12 Müllverbrennungsanlagen. Diese lieferten aufgrund ihrer Verbrennungskapazitäten und ihres Zeitpunktes der Inbetriebnahme ein umfassendes Bild dieser Branche.

Arbeitsplatzmessungen wurden bei der Anlieferung, im Müllbunker, in der Krankabine, im Kesselhaus, bei der Reststoffverladung und der Schlackeaufbereitung sowie bei Rundgängen durchgeführt. Daneben konnten in zwei Unternehmen ergänzende Messungen bei der jährlichen Revision durchgeführt werden.

Die Belastungen der Beschäftigten bei den Tätigkeiten in den verschiedenen Arbeitsbereichen werden im Wesentlichen durch die einatembare Staubfraktion beschrieben. Mit Ausnahme des Müllbunkers und in Einzelfällen der Anlieferung wurden Einhaltungen der Arbeitsplatzgrenzwerte für beide Staubfraktionen ermittelt. Als expositionsintensive Tätigkeiten wurden Arbeiten im Müllbunker, Reinigungsarbeiten und Arbeiten im Rahmen der Revision ermittelt.

Bibliografische Angaben

R. Hebisch, N. Fröhlich, M. Keischgens:
Staubbelastungen an Arbeitsplätzen in Müllverbrennungsanlagen . 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2008. 
ISBN: 978-3-88261-088-8, Seiten 40, Projektnummer: F 1504, Papier, PDF-Datei

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