Daten ermöglichen belastbare Vergleiche zu Arbeitsbedingungen in verschiedenen Berufsgruppen
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat ihre Job-Exposure-Matrix (JEM) zu berufsspezifischen Arbeitsbelastungen aktualisiert. Grundlage sind die Daten der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2024.
Datum 22. April 2026
Eine Möglichkeit Belastungsprofile unterschiedlicher Berufe abzubilden, liefert eine sogenannte Job-Exposure-Matrix (JEM). Anhand einer JEM können typische Belastungskonstellationen in Berufen identifiziert werden. Bereits 2018 hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine JEM auf Basis der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 entwickelt (BAuA-JEM ETB 2018). Nun hat die BAuA ihre JEM aktualisiert. Grundlage sind Daten der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2024 (ETB 2024).
Die BAuA-JEM weist Berufen Belastungswerte in fünf zentralen Bereichen zu: physische und umgebungsbezogene Arbeitsanforderungen, Arbeitsintensität, Arbeitszeitlage sowie Handlungsspielraum. Für die Aktualisierung wurden die Belastungswerte auf Basis der aktuellen Befragungsdaten neu berechnet. Methodik, Struktur und die zugrunde liegenden Indikatoren bleiben dabei weitgehend unverändert. So bleibt die Vergleichbarkeit mit der bisherigen JEM auf Basis der Erwerbstätigenbefragung 2018 erhalten. Neu ist, dass die Matrix ausschließlich für die internationale Berufsklassifikation ISCO 2008 bereitgestellt wird.
Die BAuA-JEM ETB 2024 wird, wie auch die BAuA-JEM ETB 2018, über das Forschungsdatenzentrum der BAuA als Public Use File zur Verfügung gestellt.
BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung
Gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) führt die BAuA alle sechs Jahre eine Erwerbstätigenbefragung auf der Basis von etwa 20.000 Telefoninterviews durch. Im Fokus der Studie stehen Fragen zum Arbeitsplatz, zu Beanspruchungen und zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Das Ziel der Befragung ist die kontinuierliche Beschreibung der Arbeitswelt sowie die Dokumentation von Veränderungen, um so geeignete Gestaltungsmaßnahmen und Forschungsbedarfe abzuleiten.