BAuA-Studie zeigt Unterschiede in der Umsetzung von Schutzmaßnahmen in Langzeit- und Akutpflege
Pflegekräfte standen während der Pandemie unter besonderem Druck. Eine Studie der BAuA untersucht, welche Infektionsschutzmaßnahmen in welcher Häufigkeit umgesetzt wurden, inwieweit Informationen und Unterstützungsangebote einrichtungsexterner Institutionen genutzt wurden und inwieweit das Tragen von Masken als belastend erlebt wurde.
Datum 9. Januar 2026
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die Erkenntnisse zur Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen in der stationären Pflege liefert. Grundlage ist eine Befragung von Pflege- und Führungskräften aus Akut- und Langzeitpflegeeinrichtungen im Jahr 2023. Die Studie zeigt, dass während der Covid-19-Pandemie zahlreiche Maßnahmen ergriffen wurden, um die Ausbreitung des SARS-CoV2-Virus zu verhindern. Dennoch bestehen Unterschiede in der Umsetzung dieser Maßnahmen zwischen Langzeit- und Akutpflegeeinrichtungen.
Die Ergebnisse zeigen: In allen befragten Einrichtungen wurden Infektionsschutzmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehörten unter anderem kostenfreie Corona-Tests für Beschäftigte, die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln sowie persönliche Schutzausrüstung. In der stationären Langzeitpflege kamen diese Maßnahmen insgesamt häufiger zum Einsatz als in der Akutpflege.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Studie ist die Nutzung von Informationsquellen. Die Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 250 und 255 waren vielen Pflegeführungskräften unbekannt, was auf eine Lücke in der Informationsverbreitung hinweist. Die meisten Befragten nutzten die Meldungen des Robert Koch-Instituts (RKI), der Bundes- bzw. Landesministerien sowie der Einrichtungsträger.
Um den Infektionsschutz weiter zu verbessern, bedarf es unter anderem mehr Wissen über die Wirksamkeit von Maßnahmen sowie eines höheren Bekanntheitsgrades bestehender Regelungen und Lösungen, die Belastungen für Pflegekräfte verringern können.