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Fachbereich 3 Arbeit und Gesundheit

Der Fachbereich 3 "Arbeit und Gesundheit" beschäftigt sich mit der Wechselwirkung von Arbeit und deren physischen, psychischen, strukturellen und organisatorischen Anforderungen in Bezug zu Belastung, Beanspruchung, Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten während ihres Erwerbslebens. Der vielschichtige Strukturwandel der Arbeit geht einher mit neuen Belastungskonstellationen, die bisher nur unzureichend untersucht sind. Ziel ist die Identifizierung neuer psychosozialer Gesundheitsrisiken wie auch von Ressourcen zur Förderung von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit. Ein weiteres Ziel sind methodische Weiterentwicklungen im Bereich Evidenzbasierte Arbeitsmedizin und statistischer Methoden.

Die fachlichen Tätigkeitsschwerpunkte des Fachbereichs 3 liegen in den beiden Handlungsfeldern "Arbeit im Betrieb menschengerecht gestalten" sowie "Arbeitsbedingte Erkrankungen vermeiden - Gesundheit und Arbeitsfähigkeit fördern" der BAuA, wie sie im Arbeits- sowie im Forschungs- und Entwicklungsprogramm für die Jahre 2014 bis 2017 festgeschrieben sind.

Arbeit im Betrieb menschengerecht gestalten

In Bezug auf das erste Handlungsfeld liegen die Schwerpunkte der Forschung einerseits beim Thema "Psychische Arbeitsbelastung: Stressoren und Ressourcen". Hier wird Fragestellungen zu Arbeitsintensität und Erholung sowie zur Gefährdungsbeurteilung der psychischen Arbeitsbelastung nachgegangen. Andererseits wird im Themenfeld "Physische Belastung, physikalische Faktoren und Arbeitsumgebung" das Methodenpaket zur Gefährdungsbeurteilung bei physischer Belastung - die "Leitmerkmalmethoden" - weiterentwickelt.

Arbeitsbedingte Erkrankungen vermeiden - Gesundheit und Arbeitsfähigkeit fördern

Das Handlungsfeld "Arbeitsbedingte Erkrankungen vermeiden - Gesundheit und Arbeitsfähigkeit fördern" wird durch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Fachbereichs 3 abgedeckt. Hier werden drei Forschungsstränge verfolgt:

Zum einen erfolgen umfangreiche Forschungsarbeiten zur Ätiologie, aber auch zur Prävention von sowohl Herz-Kreislauf- als auch Muskel-Skelett-Erkrankungen. Dabei werden verschiedene Forschungszugänge genutzt, wobei auch das Gesundheitsdatenarchivs Wismut (GDAW) bei der Bearbeitung der Fragestellungen einbezogen wird.

Weiterhin forscht der Fachbereich zum Themenfeld "Arbeit, mentale Gesundheit und kognitive Leistungsfähigkeit", dort unter anderem zum Arbeitsbezug von mentaler Gesundheit und zur Entwicklung der kognitiven Leistungsfähigkeit unter besonderer Beachtung arbeitsbezogener Ressourcen.

Einen dritten Schwerpunkt stellt das Themenfeld des "Betrieblichen Eingliederungsmanagements" dar, welches sowohl im Zusammenspiel mit der "Return-to-Work-Forschung" als auch in Bezug auf "Schutzbedürftige Personengruppen" beforscht wird.

Neben den zwei Handlungsfeldern aus dem Forschungs- und Entwicklungsprogramm 2014 bis 2017 übernimmt der Fachbereich 3 federführende Aufgaben im BAuA-Projekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt - Wissenschaftliche Standortbestimmung".

Zur Sicherung der Ergebnisqualität in der arbeitsmedizinischen Forschung fördert der Fachbereich 3 die Entwicklung der Methodik Evidenzbasierter Forschung in der Arbeitsmedizin und methodische Weiterentwicklungen geeigneter statistischer Verfahren.

Dem Fachbereich ist die Geschäftsführung des Ausschusses für Arbeitsmedizin (AfAMed) beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) übertragen, in dessen Unterausschüssen seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fachlich mitwirken. Weiterhin unterstützt der Fachbereich 3 den Ärztlichen Sachverständigenbeirat Berufskrankheiten des BMAS sowohl fachlich als auch dessen Geschäftsführung.

Der Fachbereich engagiert sich im europäischen Netzwerk der nationalen Arbeitsschutzforschungsinstitute PEROSH (Partnership for European Research in Occupational Safety and Health) mit Aktivitäten im Kooperationsprojekt "Dimensional comparability of physical working conditions as covered in European monitoring questionnaires".

Schließlich koordiniert der Fachbereich die Aktivitäten der BAuA als WHO Collaborating Center for Occupational Health.

Fachbereichsleiterin 

Isabel Rothe
Fachbereich 3 "Arbeit und Gesundheit"

 

Wissenschaftlicher Leiter 

apl. Prof. Dr. Martin Schütte
Fachbereich 3 "Arbeit und Gesundheit"