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Arbeitsprogramm der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Mit dem Arbeitsprogramm 2014-2017 verfolgt die BAuA den Anspruch, ihre Anstrengungen konsequent auf solche Probleme zu fokussieren, denen unter den Gesichtspunkten des wissenschaftlichen Klärungs- sowie politischen und praktischen Interventionsbedarfs eine hohe Priorität beizumessen ist. Dabei orientiert sich die BAuA - im Sinne der Kontinuität - an ihren gewachsenen Kompetenzen und führt langfristige Schwerpunkte fort, entwickelt diese aber auch zielgerichtet unter Berücksichtigung neuartiger Probleme im Zusammenhang mit dem Wandel der Arbeit weiter. Die Aktivitäten der BAuA im Zeitraum 2014-2017 beziehen sich auf fünf strategische Handlungsfelder:

  1. Anwendungssichere Chemikalien und Produkte gewährleisten: Die BAuA trägt durch Forschung und Entwicklung, insbesondere aber mit ihren gesetzlichen Aufgaben in der Chemikalien- und Produktsicherheit dazu bei, dass Produkte und Stoffe im Falle inakzeptabler Risiken vom Markt ausgeschlossen werden bzw. ihre sichere Anwendung durch Gefahrstoff- bzw. Produktinformationen und geeignete Schutzmaßnahmen gewährleistet wird. Damit leistet die BAuA einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten wie auch zum Verbraucher- und Umweltschutz.
  2. Arbeit im Betrieb menschengerecht gestalten: In diesem Themenfeld erforscht die BAuA die Chancen und Risiken neuer Arbeitsformen und Technologien sowie den Umgang mit Gefährdungsfaktoren in Unternehmen. Diese reichen von psychischen und physischen Belastungen über physikalische Faktoren der Arbeitsumgebung bis zu chemischen und biologischen Gefährdungen. Die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Instrumente und Handlungshilfen, die Betriebe bei der Beurteilung von Gefährdungen sowie der Gestaltung menschengerechter Arbeit unterstützen, bleibt auch im aktuellen Arbeitsprogramm eine wesentliche Zielsetzung.
  3. Arbeitsbedingte Erkrankungen vermeiden - Gesundheit und Arbeitsfähigkeit fördern: Die Forschung und Entwicklung der BAuA zielt hier einmal auf die Fortsetzung von Aktivitäten, die darauf ausgerichtet sind, die Genese arbeitsbedingter Erkrankungen, insbesondere des Muskel-Skelett- und des Herz-Kreislauf-Systems, aufzuklären und darauf aufbauend Präventionsansätze zur Verbesserung der menschengerechten Arbeit zu entwickeln. Darüber hinaus bildet die Beschäftigung mit Zusammenhängen zwischen Arbeitsbedingungen, mentaler Gesundheit, kognitiver Leistungsfähigkeit und Arbeitsfähigkeit sowie die Analyse und Weiterentwicklung von Ansätzen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) weitere Schwerpunkte.
  4. Auswirkungen des Wandels der Arbeitswelt verstehen und Instrumente des Arbeitsschutzes weiterentwickeln: Die BAuA generiert und ergänzt arbeitswissenschaftliches Gestaltungswissen vor dem Hintergrund veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, insbesondere des demografischen Wandels, und setzt es im Sinne differenzieller und prospektiver Arbeitsgestaltung in Handlungsempfehlungen um. Hierunter fallen Themen wie Strukturwandel, Demografie und Flexibilisierung ebenso wie die Organisation des Arbeitsschutzes.
  5. Arbeitswelt und Arbeitsschutz vermitteln: Die DASA Arbeitswelt Ausstellung hat als bildungsaktiver Lernort der BAuA eine herausragende Bedeutung in der Vermittlung des präventiven Arbeitsschutzes. Sie bietet einem breiten Publikum Basis- und Orientierungswissen über die Arbeitswelt und über die menschengerechte Gestaltung der Arbeit, sensibilisiert für die Problemlagen einer sich verändernden Arbeitswelt und präsentiert Lösungsmöglichkeiten. Die Transferaktivitäten der BAuA konzentrieren sich auf adressatengerechte Formate und Instrumente zur Bereitstellung und Vermittlung arbeitsschutzbezogener Erkenntnisse.

Forschung und Entwicklung der BAuA werden in den strategischen Handlungsfeldern 1-4 im Forschungs- und Entwicklungsprogramm der BAuA 2014-2017 (FuE-Programm) erläutert und spezifiziert.