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Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung - vergleichende Analyse der Prädiktoren und Moderatoren guter Praxis

Deckblatt des Berichtes "Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung - vergleichende Analyse der Prädiktoren und Moderatoren guter Praxis"

Gegenstand des Gutachtens sind zum einen Prädiktoren und Moderatoren (im Sinne von Erfolgsfaktoren) der Einführung und Umsetzung von Maßnahmen im Arbeits- und Gesundheitsschutz und zum anderen die Analyse der konzeptionellen Grundlagen. Ergänzend werden entsprechende Analysen von Arbeiten aus dem Bereich der Organisationsentwicklung (OE) und des Change Managements (CM) durchgeführt. Die Datenbasis bilden ab 2005 publizierte systematische Reviews und Metaanalysen von Interventionsstudien. Von den insgesamt 19.200 Treffern entsprachen 182 Publikationen den Auswahlkriterien und wurden in die weitergehenden systematischen inhaltlichen Analysen aufgenommen. Die extrahierten Erfolgsfaktoren wurden anhand des entwickelten Kategoriensystems und der Wirkungskette von Interventionen eingeordnet.

Exemplarische Ergebnisse der vergleichenden Analysen sind:

Im Arbeits- und Gesundheitsschutz und im Bereich des Change Managements werden die moderierenden Einflüsse im Rahmen der Umsetzung von Maßnahmen nur selten systematisch untersucht.

Während in den Interventionsstudien aus dem Bereich des Arbeitsschutzes am häufigsten auf Moderatoren verwiesen wird, die sich auf die Systematik des Vorgehens und die Prozessevaluation beziehen, stehen im Bereich der Gesundheitsförderung Fragen nach den fördernden Merkmalen der Interventionsmaßnahme an sich im Vordergrund.

In allen drei der hier berücksichtigten Bereiche der Anwendungsforschung werden darüber hinaus vor allem die Einflüsse der sozialen Prozessgestaltung in Form des Commitments des Managements, der Einbindung der Führungskräfte und Beschäftigen etc. auf die Wirksamkeit der Maßnahme berücksichtigt.

Der Einfluss von Faktoren auf die nachhaltige Beibehaltung von Interventionen wird nur selten untersucht.

Die Interventionsforschung zeichnet sich durchgängig sowohl durch eine "Theorielosigkeit" als auch "Theorieignoranz" aus. Im Mittelpunkt der empirischen Arbeiten stehen Fragen der internen Validität und zwar vorrangig von auf das Verhalten fokussierten Maßnahmen.

Zur Überwindung der "Theorielosigkeit" und auch zur Weiterentwicklung der konzeptionellen Ansätze im Arbeitsschutz wie in der Gesundheitsförderung wird eine vermehrte Adaption vorliegender Ansätze und Modelle aus anderen Wissenschaftsbereichen für die Problemlösungen im eigenen Feld empfohlen.

 
G. Elke, J. Gurt, H. Möltner, K. Externbrink:
Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung - vergleichende Analyse der Prädiktoren und Moderatoren guter Praxis. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2015. 301 Seiten, Projektnummer: F 2342, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 2 MB)