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Entwicklung von spezifischen Schutzleitfäden für Tätigkeiten mit Biozidprodukten (Holzschutzmittel, Rodentizide, Insektizide)

Deckblatt des Berichtes "Entwicklung von spezifischen Schutzleitfäden für Tätigkeiten mit Biozidprodukten (Holzschutzmittel, Rodentizide, Insektizide)"

Im Rahmen dieses Projekts wurden insgesamt 16 Schutzleitfäden für die Anwendung von Bioziden in den Produktarten Holzschutzmittel, Insektizide und Rodentizide erstellt. Da Biozidprodukte bestimmungsgemäß schädlich sind, verpflichtet § 16 der GefStoffV zur ordnungsgemäßen Verwendung dieser Produkte. Die Schutzleitfäden geben eine kurze und prägnante Anleitung zur ordnungsgemäßen Verwendung und insbesondere zur Minimierung der Anwenderexposition wieder. Darüber hinaus sollen sie Bestandteil des Zulassungsbescheids für Biozidprodukte werden, um eine standardisierte und harmonisierte Maßnahmenkommunikation und damit auch die Gleichbehandlung der Antragsteller zu gewährleisten. Zur "Vermutungswirkung" (§ 7, Absatz 2, Gefahrstoffverordnung) berechtigen sie jedoch nicht.

Die Struktur der Schutzleitfäden für Biozidprodukte orientiert sich an den Schutzleitfäden des EMKG. Im Unterschied zu den EMKG-Schutzleitfäden, die zur Identifizierung eine dreistellige Nummer haben, werden für die Biozid-Schutzleitfäden jedoch 4-stellige Nummern mit vorangestelltem "BP" vergeben, um Verwechslungen zu vermeiden und um der großen Anzahl an verschiedenen Biozidproduktarten Rechnung zu tragen. Für jede Produktart wurde wenigstens ein Schutzleitfaden mit Grundmaßnahmen der Arbeitshygiene erstellt; diese Schutzleitfäden bilden die 1000er-Reihe. Ergänzt werden sie durch Schutzleitfäden der 2000er-Reihe, die Hinweise für eine bestimmte Anwendungsmethode innerhalb einer Produktart geben. 1000er und 2000er Schutzleitfäden sind immer kombiniert zu verwenden, um eine vollständige Beschreibung der ordnungsgemäßen Verwendung für die jeweilige Anwendungsmethode zu erhalten.

Die Erarbeitung basierte auf einer umfangreichen Auswertung der relevanten Literatur, der gesetzlichen Regelungen und des technischen Regelwerks. Die Entwürfe wurden auf der Homepage der BAuA veröffentlicht und verschiedenen Fachleuten und Praktikern mit der Bitte um Kommentierung bekannt gemacht. Auf der Grundlage der erhaltenen Kommentare wurden die Entwürfe überarbeitet. Auf diese Weise wurde u. a. versucht, einen hohen Nutzwert für die Praxis zu erreichen.

 
M. Krause, U. Schlüter, K. Ludwig-Fischer, H. Rietzscher, M. Roitzsch:
Entwicklung von spezifischen Schutzleitfäden für Tätigkeiten mit Biozidprodukten (Holzschutzmittel, Rodentizide, Insektizide). 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2014. 
ISBN: 978-3-88261-031-4, 120 Seiten, Projektnummer: F 2308, Papier, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 3 MB)