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Arbeits- und Gesundheitsschutz in Einrichtungen der teilstationären Pflege

Arbeitsbedingungen und Gesundheit von Pflegekräften

Deckblatt des Berichtes "Arbeits- und Gesundheitsschutz in Einrichtungen der teilstationären Pflege"

Das Projekt "Arbeits- und Gesundheitsschutz in Einrichtungen der teilstationären Pflege" (F 2224), gefördert durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), hatte das übergeordnete Ziel, Kenntnisse zur Arbeitssituation in der teilstationären Pflege aus arbeitspsychologischer Sicht hinsichtlich Anforderungen, Belastungen, Ressourcen in der Arbeit und in Bezug auf die Gesundheit der Beschäftigten bereit zu stellen sowie erste Handlungsempfehlungen abzuleiten. Hierbei wurden besonders die Bedingungen in der teilstationären Altenhilfe und in der teilstationären psychiatrischen Pflege fokussiert. Zunächst wird über Ergebnisse der teilstationären Altenhilfe aus Experteninterviews, teilnehmenden Beobachtungen in den Einrichtungen sowie einer Befragung von Nutzern und Nichtnutzern hinsichtlich Angebot, Bedarf und Entwicklung berichtet. Zentral sind die Ergebnisse einer bayern- und sachsenweiten schriftlichen Mitarbeiterbefragung, an der sich 80 Tagesstätten beteiligten (Bayern 56, Sachsen 24). Insgesamt 307 Mitarbeitende (Bayern 216, Sachsen 91) beurteilten ihre Arbeitsbedingungen mit dem Screening TAA Teilstationäre Pflege, das im Projekt entwickelt wurde, und ihre Gesundheit. Zusammenfassend ist das Belastungsniveau in den untersuchten teilstationären Altenhilfen moderat. Dementsprechend fallen Befunde zur psychischen und körperlichen Gesundheit der Pflegenden mehrheitlich günstig aus. Hinsichtlich des Kontakts mit den Gästen zeigt sich, dass häufig und sehr lang interagiert wird. Es werden Möglichkeiten zur weiteren gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung sowie Handlungsvorschläge diskutiert.

Im Rahmen der Untersuchung in der teilstationären psychiatrischen Pflege konnten 33 psychiatrische Tageskliniken (Bayern sieben, Sachsen 26) in die Analyse einbezogen werden. An der Untersuchung nahmen insgesamt 91 Beschäftigte psychiatrischer Tageskliniken (Bayern: 14, Sachsen: 77) teil. Die Ergebnisse zeigen Vorgehensunterschiede insbesondere auf der Organisationsebene der Tageskliniken mit Bezug zur Arbeitsbelastung der Pflegenden. Die Untersuchung verdeutlicht, dass die Pflegenden der teilstationären psychiatrischen Pflege ihre Arbeit überwiegend als günstig erleben und sich wenig bis gar nicht beansprucht fühlen. Diese Einschätzung spiegelt sich in dem guten allgemeinen Gesundheitszustand und den Ergebnissen zu Beschwerden im Muskel-Skelett-System, die mit der Allgemeinbevölkerung vergleichbar sind, wider.

 
J. Glaser, W. Hacker, I. Herms, N. Stab:
Arbeits- und Gesundheitsschutz in Einrichtungen der teilstationären Pflege. Arbeitsbedingungen und Gesundheit von Pflegekräften
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2013. S. 246, Projektnummer: F 2224, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 2 MB)



Signaturen der BAuA-Bibliothek:
MT/258