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Entwicklung von Geräuschklassen für IT-Produkte

Deckblatt des Berichtes "Entwicklung von Geräuschklassen für IT-Produkte"

Im vorliegenden Projekt wird ein System für verschiedene IT-Produktgruppen erarbeitet, welches deren Geräuschemission vergleichbar wie bei den Energieverbrauchsklassen der Haushaltsgeräte in verschiedene Geräuschklassen überträgt. Zwar existieren derzeit genormte und detailliert ausgeführte Vorschriften nach ISO 7779 bzw. ISO 9296 zur Messung und Deklaration der Geräuschaussendung von IT-Geräten, für den technischen Laien oder typischen Verbraucher sind diese Aussagen in der Praxis jedoch schwer bzw. gar nicht vergleichbar. Die Zusammenführung der schon existierenden Messverfahren für die Geräuschmessung von IT-Geräten, mit einer Kategorisierung unter Berücksichtigung von psychoakustischen Messverfahren, nimmt einen Schwerpunkt der Untersuchung ein. Um dieses Konzept hinsichtlich einer gehörrichtigen Bewertung zu überprüfen, wurde das Betriebsgeräusch von 12 Daten- und Videoprojektoren unter anderem in der Schallleistung und Tonhaltigkeit nach DIN 45 681 gemessen, ausgewertet und ergänzend einem Hörvergleich unterzogen.

Aus einer weiteren Voruntersuchung an IT-Geräten wie Druckern, Tastaturen, Scanner und Notebooks wurde neben dem Tonzuschlag ebenfalls die Impulshaltigkeit nach DIN 45 631/A1 durch die instationäre Lautheit mitgemessen und bewertet.

Aus diesen drei Teilmessungen

  • Schallleistung nach ISO 7779
  • Tonzuschlag nach DIN 45 681
  • Impulszuschlag nach DIN 45 631/A1

wird nun der sogenannte "Overall Noise Level" durch arithmetische Addition der Teilpegel gebildet. Dieses Resultat wird anschließend abhängig von der Produktgruppe unterschiedlich gewichtet und in 7 Geräuschklassen A-G überführt.

Auch bei einer hinsichtlich des Betriebsgeräuschs homogenen Produktgruppe wie Videoprojektoren weist die Schallleistung alleine eine schlechtere Korrelation hinsichtlich der Lästigkeit des Geräusches auf als unter Einbeziehung der Tonhaltigkeit. Aus diesen Untersuchungen wird hinsichtlich der späteren Klassifizierung und Bewertung für Qualitätsklassen empfohlen, neben der Messung der Schallleistung, die für Planer ein wichtiges Maß darstellt, auch psychoakustisch motivierte Messungen wie Tonhaltigkeit und instationäre Lautheit miteinzubeziehen.

 
G. Feneberg:
Entwicklung von Geräuschklassen für IT-Produkte. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2012. S. 63, Projektnummer: F 2060, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 2 MB)