Navigation und Service

Springe direkt zu:

Suche

Suchbegriff eingeben

Messung von Hautbelastungen durch chemische Stoffe bei der Imprägnierung mit Holzschutzmitteln

Deckblatt des Berichtes "Messung von Hautbelastungen durch chemische Stoffe bei der Imprägnierung mit Holzschutzmitteln"

Kreosot wird als Imprägnieröl zur industriellen Imprägnierung von Hölzern verwendet, wobei die Richtlinie RL 2001/90/EG den Einsatz von Steinkohlenteerimprägnierölen als Holzschutzmittel nur für gewerbliche und industrielle Zwecke erlaubt. Zur Herstellung von Masten, Schwellen, Pfosten, Zäunen usw. darf Holz mit Kreosot behandelt und in Verkehr gebracht werden. Kreosot ist ein komplexes Gemisch und kann bis zu 50 % aus polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) bestehen, die leicht als Dampf über die Atemwege bzw. als Dampf oder Flüssigkeit über die Haut aufgenommen werden. So treten bei der industriellen Anwendung von Steinkohlenteerimprägnierölen neben inhalativen vor allem auch dermale PAK-Belastungen der Arbeitnehmer auf.

Zur Erfassung der potenziellen dermalen PAK-Belastung der Beschäftigten wurde ein Messverfahren unter Verwendung von Ganzkörperoveralls aus Polyethylen und Schutzhandschuhen aus Rindsspaltleder als Probensammler entwickelt und validiert. Als Analyten wurden die 16 US-EPA PAK sowie 1-Methyl- und 2-Methylnaphthalin erfasst und quantifiziert.

Die erfolgreich validierte Messmethode wurde in vier holzimprägnierenden Betrieben angewendet, um sie auf ihre Praxistauglichkeit hin zu überprüfen. Die in den einzelnen Betrieben gewonnenen Messergebnisse wurden systematisch hinsichtlich Betriebsgröße und Imprägniergut sowie hinsichtlich Tätigkeiten und Arbeitsphasen zusammengefasst und ausgewertet.

 
A. Schäferhenrich, R. Hebisch, D. Holthenrich, K. Krutz, Th. Göen:
Messung von Hautbelastungen durch chemische Stoffe bei der Imprägnierung mit Holzschutzmitteln. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2012. 
ISBN: 978-3-88261-723-8, S. 197, Projektnummer: F 2053, Papier, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 4 MB)



Signaturen der BAuA-Bibliothek:
EC100/68