Navigation und Service

Springe direkt zu:

Suche

Suchbegriff eingeben

Hitzebeanspruchung und Leistungsfähigkeit in Büroräumen bei erhöhten Außentemperaturen

Deckblatt des Berichtes "Hitzebeanspruchung und Leistungsfähigkeit in Büroräumen bei erhöhten Außentemperaturen"

Infolge der globalen Erwärmung ist zukünftig auch in Deutschland an Arbeitsplätzen, die bisher keiner Hitze ausgesetzt waren, mit einer erhöhten Wärmebelastung zu rechnen. Die Arbeitsstättenverordnung fordert während der Arbeitszeit unter Berücksichtigung der Arbeitsverfahren, der körperlichen Beanspruchung der Beschäftigten und des spezifischen Nutzungszwecks des Raumes eine "gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur". Die diese Forderungen konkretisierende Arbeitsstättenregel ASR A3.5 Raumtemperatur legt fest, dass die Lufttemperatur +26 °C nicht überschreiten soll. Der Fall sommerlicher Außentemperaturen wird in einem Stufenmodell, das unter bestimmten Voraussetzungen höhere Raumtemperaturen zulässt, geregelt.

Am Beispiel eines realitätsnahen Büroarbeitsplatzes wird bei sommerlichen Außentemperaturen der Einfluss hoher Raumtemperaturen auf die Leistungsfähigkeit von 20 Personen, die über 4 ¼ Stunden Büroarbeit verrichten, untersucht. Die Raumlufttemperatur wird in drei Bereichen (23-26 °C als Referenztemperaturbereich, 29-32 °C und 33-35 °C, vergleichbar den Temperaturbereichen des Stufenmodells der Arbeitsstättenregel ASR A3.5) eingestellt. Dabei werden physiologische Parameter und das subjektive Empfinden der Probanden erfasst sowie mit verschiedenen Tests die momentane Leistungsfähigkeit der Probanden ermittelt.

Hauttemperatur, Hautfeuchte und Herzfrequenz steigen proportional zur Raumtemperatur, bleiben jedoch im physiologisch unbedenklichen Bereich. Die Trinkmenge steigt ebenfalls mit der Raumtemperatur. Aufmerksamkeit, verbales und numerisches Denkvermögen zeigen entgegen den Erwartungen bei höheren Lufttemperaturen keine signifikanten Veränderungen. Die subjektive Akzeptanz höherer Temperaturen ist jedoch reduziert und die Erholtheit der Probanden verringert sich ebenso wie die Anstrengungsbereitschaft. Die Erkenntnisse sind in einer betrieblichen Handlungshilfe zusammengefasst worden.

 
R. T. Hellwig, I. Nöske, S. Brasche, Hj. Gebhardt, I. Levchuk, W. Bischof:
Hitzebeanspruchung und Leistungsfähigkeit in Büroräumen bei erhöhten Außentemperaturen. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2012. 
ISBN: 978-3-88261-142-7, 65 Seiten, Projektnummer: F 2039, Papier, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 3 MB)



Signaturen der BAuA-Bibliothek:
KF/45