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Entwicklung wirksamer Strukturen zur Lärmminderung in KMU

Deckblatt des Berichtes "Entwicklung wirksamer Strukturen zur Lärmminderung in KMU"

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind bei der Lärmminderung auf überbetriebliche Unterstützung angewiesen und Lärmminderung funktioniert in KMU nur, wenn sie bereits in der Planung von Investitionen berücksichtigt wird. Obwohl dieser präventive Ansatz in der Fachwelt als bester Weg, Lärm- und Arbeitsschutz zu betreiben, angesehen wird und sich auch in den Vorschriften, insbesondere dem Aufgabenkatalog von Fachkräften für Arbeitssicherheit im Arbeitssicherheitsgesetz sowie in neueren Verordnungen zum Arbeitsschutzgesetz, niederschlägt, findet überbetriebliche Lärm- und Arbeitsschutzberatung bei Investitionsplanungen insbesondere in kleinen, aber auch in vielen mittleren Unternehmen praktisch nicht statt.

Angesichts der nach wie vor hohen Erkrankungsraten wegen Lärmschwerhörigkeit besteht daher dringender Handlungsbedarf. Ziel muss es sein, dass jedem kleinen und mittleren Unternehmen fachkundige und branchenspezifische Präventionsberatung bei der Planung von Investitionen bedarfsgerecht zur Verfügung steht und bei jeder größeren Investition in KMU Präventionsberatung im gesamten Planungsprozess stattfindet.

Die Erkenntnisse aus diesem Forschungsvorhaben offenbaren umfangreichen Qualifizierungs- und Entwicklungsbedarf vor allem bei den Unterstützungsträgern und Beratern kleiner und mittlerer Unternehmen.

Auf der Basis dieser Erkenntnisse und vor dem Hintergrund der Umsetzung der EU-Richtlinie 2003/10/EG in nationales Recht durch die Lärm- und Vibrationsarbeitsschutzverordnung wurden im vorliegenden Forschungsvorhaben Konzepte entwickelt, wie Lärmminderung bei Investitionsplanungen in KMU erfolgen und wie die fachkundige Beratung sichergestellt werden kann sowie auf welche Weise die umfangreichen Wissensbestände gerade zum Gefährdungsfaktor Lärm im Beratungsprozess bedarfsgerecht ermittelt, aufbereitet und benutzt werden können.

Die Konzepte wurden an einem Fallbeispiel erprobt. Dabei erwies sich das Unternehmermodell zur sicherheitstechnisch-arbeitsmedizinischen Betreuung von KMU als besonders geeignet, wenn es den Motivations- und Beratungsschwerpunkt klarer auf die Beratung bei der Investitionsplanung ausrichtet und weiterentwickelt sowie branchenspezifisch durch einen Wissenspool und ein Expertennetzwerk unterstützt wird.

 
Ch. Barth, W. Hamacher:
Entwicklung wirksamer Strukturen zur Lärmminderung in KMU
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2011. S. 127, Projektnummer: F 1869, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 1 MB)