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Optimierung der ergonomischen Eigenschaften von Produkten für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - Gestaltung und Design


Deckblatt des Berichtes "Optimierung der ergonomischen Eigenschaften von Produkten für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - Gestaltung und Design"

Zielstellung dieses Projektes war es zunächst herauszufinden, mit welcher Art von Produkten oder Produktgruppen häufig Probleme in der Bedienung auftreten. Die Belange älterer Nutzer sollten dabei im Focus stehen. Neben dem Beschreiben von generellen Problemen sollten auch praxisnahe Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Möglichkeiten von Produkt- und Anwenderkategorisierungen sollten ermittelt werden. Aktuelle Literatur und Umfragen zeigen, dass die Bedienbarkeit von Produkten nicht primär eine Frage des Alters ist. In einer Befragung im Rahmen dieses Projektes von über 500 Verbrauchern konnte aufgezeigt werden, dass das Alter zwar bei der Nutzung von technischen Produkten im Haushalt und in der Arbeitswelt einen Faktor darstellt, jedoch Erfahrungshintergrund und das Interesse des Nutzers an den jeweiligen Produkten oder Produktgruppen eine deutlich ausgeprägtere Rolle spielten. Insbesondere treten Probleme dann auf, wenn es sich um komplexe und mit vielen Funktionen beladene Produkte handelt (z. B. Handy, PC, CNC-Maschine, Kopierer), also Produkte, deren Interaktionsfeld mit "Tastatur und/oder Display" zu bedienen sind.

Zufriedenheit mit einem Produkt besteht also, wenn einerseits das "Nutzerlevel", also die Selbsteinschätzung des Nutzers mit seinen Fähigkeiten und Erfahrungen, und andererseits das "Komplexitätslevel" des Produktes in Übereinstimmung stehen.
Das Nutzerlevel ist sowohl grundsätzlich für jeden Nutzer als auch für das ihm jeweils gegenübergestellte Produkt unterschiedlich. So kann ein und derselbe Nutzer ein Experte für komplexe Produkte wie z. B. CNC-Maschinen sein, weil er hier bereits einen hohen Erfahrungshintergrund hat; Mobiltelefone sind für ihn jedoch schwer zu bedienen, weil ihm hier der Erfahrungshintergrund und möglicherweise auch das Interesse fehlten.

Der Schwerpunkt der Arbeiten wurde auf die Betrachtung und Beurteilung von komplexen Produkten gelegt. Zur Beurteilung dieser Produkte wurde ein Prüfschema erstellt, aus dem sich das "Komplexitätslevel" eines Produktes ableiten lässt. Unterlegt wurden die Empfehlungen durch optimal - im Sinne der Bedienbarkeit - gestaltete Produkte.

Ob nun ein Produkt für einen Nutzer "optimal" ist, kann dieser nur individuell entscheiden, indem er sein eigenes Nutzerlevel dem Komplexitätslevel gegenüberstellt.

 
A. Klußmann, Hj. Gebhardt, M. Topel, H. W. Müller-Arnecke:
Optimierung der ergonomischen Eigenschaften von Produkten für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - Gestaltung und Design
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2009. 108 Seiten, Projektnummer: F 1300, Papier, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 3 MB)



Signaturen der BAuA-Bibliothek:
B424/NC/76-2; DM19/NC/76-2; D122/NC/76-2