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BASA-II: Psychologische Bewertung von Arbeitsbedingungen - Screening für Arbeitsplatzinhaber - II

Autor(en):
RICHTER, G.
Gestaltungsbezug:
Quantitative Verfahren der Verhältnisprävention
Analysetiefe:
Screeningverfahren
Jahr:
2008
Quintessenz:
BASA-II ist ein Screeningverfahren, das im Rahmen von Gefährdungsbeurteilungen eingesetzt werden kann. Mit dem Verfahren werden Arbeitsplatzinhaber zu den ergonomischen, technischen und organisatorischen Bedingungen an ihren Arbeitsplätzen befragt. Im Rahmen von Sicherheits- und Gesundheitszirkeln ist ein partizipativer Einsatz von BASA-II möglich. Außerdem stehen eine Beobachtungsversion und ein Leitfaden zur Gruppendiskussion zur Verfügung.

Der Fragebogen wurde auf der Grundlage von DIN/ISO-Normen (10075-3) entwickelt und beschreibt Arbeitsbedingungen aus herkömmlichen und neuen Arbeitsstrukturen. Ergebnisse bestehen in der Ableitung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes (Anzeige von Gestaltungs-, Qualifizierungs- oder Feinanalysebedarf) und im Erkennen von sicherheits- und gesundheitsförderlichen Aspekten (Ressourcen) der Arbeit jeweils in den Bereichen Ergonomie, Technik und Arbeitsorganisation.
Ziel(e):
Belastungsermittlung
Methode(n) der Datengewinnung:
schriftliche Befragung, mündliche Befragung, Beobachtung
Merkmalbereich(e):

Ergonomie, Technik, Organisation

Tätigkeitsklasse(n):
universell
Branche(n):
universell
Items:

81

Durchführungszeit(en):
Datenerhebung: Anonyme Einzelbefragung: 15 bis 30 Minuten, Partizipativer Einsatz: ca. 45 Minuten; Auswertung: Manuell: 20 Minuten/Fragebogen, Computergestütztes Auswertungsprogramm: 3 Minuten/Fragebogen
theoretische Fundierung:

Handlungsregulation, Regulationsbehinderungen, Ressourcen, Arbeitsbedingungen, Humankriterien

Gütekriterien:
Teilvalidierung vorhanden, derzeit weitere Bearbeitung
Art:

Einzelverfahren

Ansprechpartner:
Dr. Gabriele Richter
E-Mail: 
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Fabricestraße 8 (vormals Proschhübelstraße)
01099 Dresden
Zugang:

Richter, G.: Psychologische Bewertung von Arbeitsbedingungen. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW 2001 (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Fb 909)

Richter, G.; Schatte, M.: Psychologische Bewertung von Arbeitsbedingungen - Screening für Arbeitsplatzinhaber - BASA-II - Dortmund/Dresden 2008 (Gründruck)

Homepage der BAuA: www.baua.de/BASA-II

Beispiel-Items:

Ergonomie:
2. Arbeitsplatzmaße: Mein Arbeitsplatz

  • ist übersichtlich, immer zugänglich.
  • hat Ablage-, Abstellflächen.

Technik:
9. Maschinen/ Geräte: Die Maschinen/ Geräte, mit denen ich arbeite,

  • kann ich gut bedienen.
  • Verlangen Wartezeiten (z. B. durch technische Störungen).

Organisation:
16. Unterbrechungen: Bei meiner Arbeit kommt es zu Unterbrechungen durch

  • Telefonanrufe.
  • Kunden, Patienten, Klienten, Schüler, ... .
  • Kollegen, Vorgesetzte.

Antwortformate: auf zwei Ebenen:

  1. trifft eher zu/trifft eher nicht zu
  2. das finde ich schlecht/weder gut noch schlecht/gut
Kosten:
nur Schulungskosten
Stichwörter:
Arbeitsbedingungen, Arbeitsgestaltung, Arbeitsorganisation, Belastungen, Ergonomie, Feinanalysebedarf, Gefährdungen, Gefährdungsbeurteilung, Gestaltung, Gesundheit, Gesundheitsschutz, Kundenumgang, Organisation, psychische Belastungen, Qualifikation, Qualifizierung, Ressourcen, Sicherheit, soziale Beziehungen, soziale Unterstützung, Unterbrechungen, Unterweisung, Vertrauen, widersprüchliche Arbeitsanforderungen