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Praxisorientierte Vereinfachung von Geräuschemissionsmessverfahren - TP 4: Ermittlung der lokalen Umgebungskorrektur für den Emissions-Schalldruckpegel nach DIN EN ISO 11202

Projektnummer: F 2495 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Geräuschemissionsangaben von Maschinen und Geräten, wie z. B. der Emissions-Schalldruckpegel oder der Schallleistungspegel, sind Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung des Buy-Quiet-Konzepts, das Beschäftigte entsprechend dem Minimierungsgebot im Arbeitsschutz vor gehörgefährdendem Lärm schützen soll. Nach der Maschinenrichtlinie muss der A-bewertete Emissions-Schalldruckpegel am Arbeitsplatz in der Betriebsanleitung angegeben werden, wenn er 70 dB(A) überschreitet. Aufgrund dieser Forderung muss diese Größe für die meisten Maschinen ermittelt werden. Für die Bestimmung von Emissionsgrößen wie dem Emissions-Schalldruckpegel oder dem Schallleistungspegel wird idealerweise ein Freifeldmessraum benötigt.

Akustische Messräume stehen jedoch bei den meisten Maschinenherstellern nicht zur Verfügung. Alternativ können Emissionsgrößen jedoch mit Hilfe von ln-situ-Messungen ermittelt werden, d. h. Messungen in nicht idealen akustischen Umgebungen, bei denen die gemessenen Schalldruckpegel meist durch Reflexionen im Raum und durch Hintergrundgeräusche beeinflusst werden. Bezüglich dieser Einflüsse wird bei in-situ anwendbaren Messverfahren durch Korrekturterme soweit wie möglich korrigiert.

In diesem Projekt wurde das Verfahren zur Ermittlung der punktbezogenen Umgebungskorrektur nach der DIN EN ISO 11202:2010 und seine aktuelle Änderung DIN EN ISO:2010/A1:2020 im Hinblick auf die Genauigkeit und Praxistauglichkeit durch Messungen an einer Modellmaschine untersucht. Die positiven Effekte der Änderung - eine Erweiterung des Anwendungsbereichs und eine Verbesserung der Genauigkeit - wurden bestätigt und Fehler in einem neuen Modell für die Messunsicherheit aufgedeckt und korrigiert. Darüber hinaus sind weitere mögliche Verbesserungen - vor allem bei der Ermittlung der äquivalenten Absorptionsfläche des Raumes - aufgezeigt worden. Diese wird zur Berechnung der punktbezogenen Umgebungskorrektur benötigt und könnte genauer und besser reproduzierbar unter Verwendung des im Projekt F 2438 entwickelten Verfahrens bestimmt werden. Das Verfahren aus Projekt F 2438 und die hier gewonnenen Erkenntnisse können bei einer zukünftigen Überarbeitung der DIN EN ISO 11202 genutzt werden, um die Praxistauglichkeit und Genauigkeit dieses Messverfahrens weiter zu verbessern.

Weitere Informationen

Kontakt

Fachgruppe 2.2 "Physikalische Faktoren"

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