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Biomonitoring beruflich Styrol-Exponierter: Feldstudie zur Nutzbarkeit von Ausatemluft

Projektnummer: F 2400 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Der aromatische Kohlenwasserstoff Styrol ist eine wichtige Grundchemikalie der chemischen Industrie. Styrol ist Ausgangssubstanz zur Herstellung von Polystyrol und kommt u.a. als Lösungsmittel und Reaktionspartner für ungesättigte Polyesterharze und -lacke zum Einsatz. Aufgrund seiner Eigenschaften, kann der Stoff das menschliche Nervensystem akut sowie chronisch schädigen. Da Beschäftigte Styrol in einer Vielzahl von Arbeitsbereichen und bei vielen verschiedenen Tätigkeiten ausgesetzt sein können, ist eine Überwachung der Belastung durch Styrol notwendig.

Bisher erfolgt die Einschätzung der Belastung von Beschäftigten durch Styrol über die Bestimmung von Rückständen des Stoffs im Urin. Die bei dieser Art des Biomonitorings festgestellten Rückstände können jedoch auch Stoffwechselprodukte anderer Gefahrstoffe sein. Dagegen ist die Styrol-Konzentration in der Ausatemluft charakteristisch für eine Styrol-Exposition.

Die für die Feststellung der Styrol-Konzentration notwendigen Probenahmen der Ausatemluft genießen hohe Akzeptanz bei den Beschäftigten und können von diesen, einschließlich des Probenversandes, selbständig ausgeführt werden. Besonders in kleineren Unternehmen kann das die Einsetzbarkeit des Biomonitorings erleichtern. Jedoch mangelt es bisher noch an der Validierung des Messparameters unter Feldbedingungen und an seiner routinetauglichen Laboranalytik.

In diesem Projekt wurde eine Analysemethode für die Messung von Styrol in der Ausatemluft entwickelt, die sich aufgrund ihrer Einfachheit und ihres hohen technischen Automatisierungsgrades grundsätzlich für ein arbeitsmedizinisches Routine-Biomonitoring eignet. Die Probenahmen erfolgen mit Gassammelrohren Typ BAuA. Nach Anreicherung des Styrols mittels Festphasenmikroextraktion (SPME – Solid Phase Micro Extraction), die direkt in den Gassammelrohren erfolgt, wird das Extrakt gaschromatographisch analysiert. Präzision und Richtigkeit der Methode liegen auf dem Niveau der bisher genutzten Biomonitoring-Methoden für die Rückstandsmessungen im Urin.

Kontakt

Fachgruppe 4.2 "Medizinischer Arbeitsschutz, Biomonitoring"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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