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Validierung eines DV-gestützten Modells zur Abschätzung der inhalativen und dermalen Exposition bei Sprayprozessen

Projektnummer: F 2137 Projektdurchführung: Fraunhofer Gesellschaft / Saticon GmbH Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Im Rahmen des Forschungsvorhabens F 1702 "Arbeitsplatzbelastung bei der Verwendung von Biozid-Produkten - Teil 1: Inhalative und dermale Expositionsdaten für das Versprühen von flüssigen Biozid-Produkten" wurde ein mechanistisches Modell (SprayExpo) zur Abschätzung der inhalativen und dermalen Exposition entwickelt. Hauptanwendungsbereich von SprayExpo ist das Zulassungsverfahren Biozide bzw. die Bewertungsverfahren für Alt- und Neustoffe. Das Modell basiert auf der Simulation des dynamischen Verhaltens freigesetzter Tropfen und berücksichtigt die relevanten Mechanismen, wie die Verdampfung der Tropfen, die Sedimentation im Erdschwerefeld, den Tropfentransport durch die turbulenten Luftbewegungen im Raum sowie die Impaktion von Tropfen auf Oberflächen. Während das Modell für die Raumfreisetzung von Aerosolen in begrenztem Umfang mit Messdaten verglichen wurde, liegen für das Impaktionsmodul, das den Overspray bei der in der Praxis sehr häufigen Flächenbesprühung beschreibt, bisher keine geeigneten Messdaten vor. Im Rahmen des vorgeschlagenen Forschungsprojektes sollen eine hinreichende Anzahl von Simulations- und Feldmessungen (inhalativ und dermal) unter Variation wichtiger Einflussgrößen (z. B. Sprühabstand, Sprühdruck, Düsendurchmesser, Partikelgrößenverteilung) durchgeführt werden. Diese Expositionsdaten sollen unter Anwendung probabilistischer Methoden (Monte Carlo Simulation) mit den Vorhersagen des Modells und ggf. anderer geeigneter Modelle verglichen werden.

Ziel des Projektes ist es, die Zuverlässigkeit von SprayExpo (und ggf. anderer Modelle) im Hinblick auf die hohen Anforderungen der Zulassungs- und Bewertungsverfahren hinreichend zu beschreiben. Der Vergleich mit Messdaten wird die Grenzen der Belastbarkeit der Modellvorhersagen und der korrespondierenden Risikobewertungen deutlicher erkennen lassen. Dies wird zur Rechtssicherheit der Zulassungs- und Bewertungsverfahren beitragen. Gleichzeitig wird der Arbeitsschutz gestärkt, da auch die festzulegenden Schutzmaßnahmen und die technischen Bedingungen der Sprühapplikation klarer adressiert und somit Unter- bzw. Überregulierungen vermieden werden können. Auch der Umfang der sonst üblicherweise durchgeführten Gefahrstoffmessungen wird sich durch den Einsatz eines validierten Modells deutlich reduzieren lassen. Außerdem steht zu erwarten, dass die Projektergebnisse die Weiterentwicklung von Modellen zur Abschätzung von Aerosolbelastungen weiter befördern werden. Dies gilt auch für die (wenigen) Modelle zur Abschätzung der dermalen Exposition, die gegenwärtig methodisch noch nicht weit entwickelt sind und deren Zuverlässigkeit bzw. Validität nicht, oder nur sehr unzureichend, bekannt sind.

Weitere Informationen

SprayExpo: Expositionsmodellierung

Vorhersage der inhalativen und dermalen Exposition mit Aerosolen bei Sprühanwendungen.

Mehr erfahren : SprayExpo: Modellierung der Exposition bei Sprühanwendungen …

Kontakt

Fachgruppe 4.1 "Expositionsszenarien"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070