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Sicherheits- und Gesundheitskompetenz durch informelles Lernen im Prozess der Arbeit

Deckblatt des Berichtes "Sicherheits- und Gesundheitskompetenz durch informelles Lernen im Prozess der Arbeit"

Fähigkeiten und Kenntnisse zu Sicherheit und Gesundheit sind Schlüsselqualifikationen im Arbeits- und Gesundheitsschutz und der betrieblichen Gesundheitsförderung. Der Umfang, in dem die Beschäftigten über diese Kompetenzen verfügen, hat wesentlichen Einfluss auf ihr Verhalten im Unternehmen. Obwohl die Mitarbeiter Träger dieser individuellen Kompetenzen sind, ist das Ausmaß, in dem diese im beruflichen Umfeld entwickelt und gezeigt werden, in hohem Maß von den im Betrieb vorherrschenden Arbeitsverhältnissen abhängig. Die Gestaltung von Lerngelegenheiten, die ein informelles Lernen im Prozess der Arbeit ermöglichen, bildet einen vielversprechenden Ansatz, um in kleinen und mittleren Unternehmen die Entwicklung der Sicherheits- und Gesundheitskompetenz systematisch zu unterstützen.

Das Forschungsprojekt F 2141 untersucht Ansätze zur Förderung von Sicherheits- und Gesundheitskompetenz durch informelles Lernen im Prozess der Arbeit. Dazu werden im ersten Teil dieses Berichts relevante Forschungsansätze u. a. zum Kompetenzbegriff und zum informellen Lernen gesichtet. Diese Arbeit mündet in einem Kriterienkatalog zur kompetenzförderlichen Arbeitsgestaltung zu Sicherheit und Gesundheit durch informelles Lernen und einem theoretischen Zusammenhangsmodell, welches relevante Einflussfaktoren im Unternehmen ausweist. Dieses Modell ist Ausgangspunkt für eine zweistufige Expertenbefragung nach der Delphi-Methode. Mit Bezug auf die Branchen Zeitarbeit und Pflege wird die Frage aufgeworfen, welche konkreten Kompetenzen zu Sicherheit und Gesundheit in kleinen und mittleren Unternehmen von Bedeutung sind. Und es werden Maßnahmen und Kontextfaktoren benannt, die ein Lernen zur Förderung der Sicherheits- und Gesundheitskompetenz im Prozess der Arbeit ermöglichen. Über die statistische Auswertung der Ergebnisse werden quantitative Aussagen über den Lernbedarf der Beschäftigten der untersuchten Branchen sowie die Praxisrelevanz der gesammelten Gestaltungsansätze für kleine und mittlere Unternehmen gemacht. Die Ergebnisse belegen die große Bedeutung der Sicherheits- und Gesundheitskompetenz in Unternehmen und weisen einen hohen Lernbedarf bei den Beschäftigten nach. Gleichzeitig wird eine Vielzahl von praxisrelevanten Gestaltungsansätzen auf allen Organisationsebenen aufgezeigt, die den betrieblichen Akteuren des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und der Gesundheitsförderung konkrete Handlungsmöglichkeiten geben. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit sind für die Branchen Zeitarbeit und Pflege in zwei praxisbezogenen Handbüchern umgesetzt. Zusätzlich wird ein Leitfaden zur Verfügung gestellt, der die Übertragung der Ergebnisse in andere Branchen bzw. eine unternehmensspezifische Aufbereitung anleitet.

 
W. Hamacher, C. Eickholt, N. Lenartz, S. Blanco:
Sicherheits- und Gesundheitskompetenz durch informelles Lernen im Prozess der Arbeit. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2012. S. 415, Projektnummer: F 2141, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 3 MB)



Signaturen der BAuA-Bibliothek:
DE/209